Datum27.07.2026 14:34
Quellewww.zeit.de
TLDRDer AfD-Bundesvorstand hat ein Parteiordnungsverfahren gegen den NRW-Landeschef Martin Vincentz und weitere Vertreter des Landesvorstands eingeleitet. Hintergrund ist ein interner Machtkampf über die Aufstellung der NRW-Landesliste für 2027. Vincentz, der einen moderaten Kurs vertritt, setzte sich kürzlich bei einem turbulenten Parteitag gegen ein rechtes Lager durch. Die Bundesspitze hatte vergeblich versucht, den Parteitag abzubrechen, woraufhin die NRW-AfD eine einstweilige Verfügung gegen die Bundesspitze beantragte. Dieser Antrag ist nun Gegenstand des Ordnungverfahrens.
InhaltDer Machtkampf um die NRW-AfD spitzt sich zu: Der Bundesvorstand hat ein Parteiordnungsverfahren gegen Landeschef Martin Vincentz eingeleitet. Der Machtkampf zwischen der AfD-Bundesspitze und dem nordrhein-westfälischen Landeschef Martin Vincentz geht in eine neue Runde. Der Bundesvorstand eröffnete ein Parteiordnungsverfahren gegen Vincentz und weitere Vertreter des Landesvorstands. Das bestätigte ein Sprecher der AfD in Berlin. Hintergrund ist der Streit über die Aufstellung der AfD-Landesliste für die NRW-Landtagswahl 2027. Vor eineinhalb Wochen war der Machtkampf zwischen dem als gemäßigt geltenden Lager um Parteichef Vincentz und einem äußerst rechten Lager um den Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich eskaliert. Letztlich setzte sich das Lager um Vincentz bei dem von Tumulten und Beschimpfungen begleiteten Parteitag weitgehend durch. Aber auch der Streit mit der AfD-Bundesspitze spitzte sich im Zuge der Listenaufstellung zu. Nachdem die Berliner Parteiführung um Alice Weidel und Tino Chrupalla vergeblich den Abbruch des NRW-Parteitags gefordert hatte, beantragte die Landespartei beim Düsseldorfer Landgericht eine einstweilige Verfügung gegen die Bundesspitze. Dieser Eilantrag steht nun im Zentrum des Parteiordnungsverfahrens. Der 40-jährige Mediziner Vincentz führt den Landesverband seit 2022. Er wirbt für einen moderaten Kurs der AfD in NRW. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.