Datum27.07.2026 14:08
Quellewww.zeit.de
TLDRAls Zeichen der Anteilnahme nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag am Rande des Berliner CSD hat Schleswig-Holstein Trauerbeflaggung angeordnet. Innenministerin Finke zeigte sich betroffen und sicherte der queeren Community weitere Sicherheit bei Veranstaltungen zu. Sie betonte die Ablehnung von Einschüchterung und kündigte ihre Teilnahme an zukünftigen CSDs an. Bei dem Anschlag starben eine Frau und 29 weitere Personen wurden verletzt; der mutmaßliche Täter wurde bei seiner Festnahme erschossen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Zeichen der Anteilnahme“. Lesen Sie jetzt „Anschlag auf CSD - Trauerbeflaggung im Norden angeordnet“. Zum Gedenken an Opfer und Verletzte des mutmaßlich islamistischen Anschlags am Rande des CSD in Berlin wehen die Fahnen in Schleswig-Holstein auf halbmast. Die Trauerbeflaggung habe Innenministerin Magdalena Finke (CDU) als Zeichen der Anteilnahme angeordnet, teilte das Ministerium in Kiel mit. "Meine Gedanken sind bei der Verstorbenen, den Schwerverletzten sowie ihren Familien und Freundinnen und Freunden", sagte Finke. "Für Schleswig-Holstein gilt: Wir schützen die Christopher Street Days in unserem Land." Für alle Veranstaltungen bestünden bereits Sicherheitskonzepte, doch die Sicherheitsmaßnahmen würden weiter erhöht. "Wir werden nicht dulden, dass Menschen eingeschüchtert werden, weil sie frei, offen und selbstbestimmt leben und lieben wollen", betonte die Innenministerin. "Ich selbst werde an einem der nächsten CSDs in Schleswig-Holstein dabei sein, um meine Solidarität und meine Unterstützung für die queere Community zu zeigen." Ein Autofahrer hatte am Samstagabend im Berliner Tiergarten am Rande des CSD Menschen angefahren. Anschließend soll er mit einer Stichwaffe - mutmaßlich eine Machete - weitere Passanten angegriffen haben. Eine Frau starb bei dem Angriff, 29 weitere Menschen erlitten teils schwere Verletzungen. Der 21 Jahre alte mutmaßliche Täter wurde am Sonntag bei einem Polizeieinsatz zu seiner Festnahme erschossen. © dpa-infocom, dpa:260727-930-445206/1