Unesco: Wiener Altstadt gilt nicht mehr als gefährdetes Unesco-Welterbe

Datum27.07.2026 13:03

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Unesco hat die Wiener Altstadt von der Liste der gefährdeten Welterbestätten gestrichen. Grund dafür sind umfassende neue Bau- und Denkmalschutzmaßnahmen. Die Altstadt war seit 2017 als bedroht eingestuft worden, unter anderem wegen eines umstrittenen Hochhausprojekts. Diese Maßnahmen und Überarbeitungen von Bauplänen haben nun zur Wiederherstellung des Schutzes geführt. Weltweit gelten weiterhin 58 andere Stätten als gefährdet.

InhaltDurch neuen Bau- und Denkmalschutz ist die Altstadt von Wien nicht mehr auf der Liste der bedrohten Unesco-Welterbestätten. 58 andere Orte gelten weiterhin als gefährdet. Die Unesco hat das historische Zentrum Wiens von der Liste der gefährdeten Welterbestätten genommen. Damit gelte die Altstadt der österreichischen Hauptstadt nicht mehr länger als bedroht, teilte die deutsche Unesco-Kommission mit. Die Wiener Altstadt war demnach im Jahr 2017 "aufgrund mangelnder Planungs- und Schutzinstrumente" sowie der Entwicklung eines Hochhausprojekts am Heumarkt als gefährdet eingestuft worden. Inzwischen seien zahlreiche Maßnahmen zum Schutz der Welterbestätte ergriffen worden, darunter Änderungen im Bau- und Denkmalschutzrecht, teilte das Welterbekomitee mit. Auch seien die Planungen für das Hochhausprojekt mehrfach überarbeitet und in umfangreichen Verträglichkeitsprüfungen bewertet worden. Seit 2001 gehört die Wiener Altstadt zum Unesco-Welterbe. Dies spiegele die "bedeutende Rolle Wiens" als ein politisches und kulturelles Zentrum Europas wider, hieß es weiter. Zu den prägenden Elementen zählen laut Unesco unter anderem die Hofburg, der Stephansdom, die Wiener Ringstraße sowie zahlreiche Palais, Kirchen und öffentliche Gebäude. Aktuell gelten 58 Unesco-Welterbestätten als bedroht. Gefährdungsfaktoren sind unter anderem Naturkatastrophen, Erderwärmung, Kriege, Baumaßnahmen und Massentourismus. Die Unesco will mit ihrer Liste gefährdeter Orte auf mögliche Schutzmaßnahmen aufmerksam machen. Das Unesco-Welterbekomitee tagt zurzeit im südkoreanischen Busan. Das Komitee entscheidet jährlich über die Einschreibung neuer Kultur- und Naturstätten in die Welterbeliste und befasst sich mit dem Zustand von Welterbestätten. Zuletzt wurden eine archäologische Stätte im Westjordanland und mehrere Burgen im Südlibanon in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.