Datum27.07.2026 13:17
Quellewww.zeit.de
TLDRJohannes Steiniger wird Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Der Generalsekretär der rheinland-pfälzischen CDU, der bereits seit 2013 im Bundestag sitzt, führte die Partei erfolgreich durch den Landtagswahlkampf und machte sie zur stärksten Kraft. Seine kommunikative und angriffslustige Art wurde von Kanzler Merz gelobt. Steiniger verzichtete auf ein Ministeramt im Land, beteiligte sich aber an den Koalitionsverhandlungen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „CDU Rheinland-Pfalz“. Lesen Sie jetzt „Steiniger ist erfolgreicher Wahlkämpfer in Rheinland-Pfalz“. Über das Ende für Patrick Schnieder als Bundesverkehrsminister zeigte sich Johannes Steiniger als Generalsekretär der rheinland-pfälzischen CDU überrascht. Jetzt profitiert der erfahrene Bundestagsabgeordnete Steiniger von der Rochade, die durch die Kabinettsumbildung ausgelöst wurde: Der 39-Jährige soll Staatssekretär bei Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche werden. Der Gymnasiallehrer für Mathe und Politik ist direkt gewählter Bundestagsabgeordneter aus dem Wahlkreis Neustadt-Speyer. Dem Bundestag gehört er bereits seit 2013 an. In Rheinland-Pfalz war er maßgeblich für den Landtagswahlkampf verantwortlich, der die CDU im März nach 35 Jahren SPD-Regierung wieder zur stärksten Partei machte. Dabei kämpfte Steiniger für den jüngeren Bruder des jetzt abgelösten Verkehrsministers, für Gordon Schnieder. Der 51 Jahre alte Gordon Schnieder, der auch CDU-Landeschef ist, war Steinigers Vorgänger als CDU-Generalsekretär in Rheinland-Pfalz. Für seinen erfolgreichen Wahlkampf bekam Steiniger bei einer Pressekonferenz nach der Wahl in Berlin ausdrücklich Lob vom Kanzler und Parteichef Friedrich Merz. Im Wahlkampf selbst sparte er - anders als der Spitzenkandidat Schnieder - nicht mit Attacken gegen die SPD und deren Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer. Zwei Wochen vor dem Wahltag warnte er noch vor einem möglich rot-rot-grünen Bündnis und betonte, die CDU werde weder mit der AfD noch mit der Linkspartei im rheinland-pfälzischen Landtag zusammenarbeiten. Steiniger hatte von Anfang an klargemacht, dass er auch nach einer gewonnenen Wahl kein Ministeramt in seinem Herkunftsbundesland übernehmen will. Daran hielt er sich, gehörte aber der vierköpfigen CDU-Verhandlungsgruppe für die Koalition mit der SPD im Land an. Der Social-Media affine Katholik ist verheiratet und hat zwei Töchter. Er war Jugendtrainer im Fußball und auch in der Kommunalpolitik aktiv. © dpa-infocom, dpa:260727-930-444857/1