Datum27.07.2026 11:27
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Sachsen-Anhalt verdienten Frauen im Jahr 2025 median mehr als Männer (3.661 Euro vs. 3.520 Euro). Dies liegt an ihrer höheren Präsenz in besser bezahlten sozialen Berufen. Die höchsten Entgelte erzielten Human- und Zahnmediziner. Insgesamt stiegen die Löhne um 6,3 Prozent auf 3.563 Euro, was unter dem Bundesdurchschnitt liegt. Fachkräftemangel und attraktive Arbeitsbedingungen sind weiterhin zentrale Themen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Statistik“. Lesen Sie jetzt „Frauen haben 2025 mehr Lohn bekommen als Männer“. Frauen haben in Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr im Mittel mehr verdient als Männer. Da sie oft in besser bezahlten sozialen Berufen tätig seien, bekämen Frauen höhere Entgelte als Männer, teilte die Regionaldirektion der Arbeitsagentur mit. Demnach bekamen Frauen im Dezember 2025 einen Medianlohn von 3.661 Euro im Monat, Männer bekamen 3.520 Euro. Der Median ist ein statistischer Mittelwert, bei dem genau die Hälfte der betrachteten Gruppe über und die andere Hälfte unter dem Wert liegt. Insgesamt seien die Entgelte vor allem in den Berufen der Human- und Zahnmedizin in Sachsen-Anhalt am stärksten gestiegen. Zahn- und Humanmediziner verdienten im Vergleich mit 7.775 Euro am meisten im Land. Unterschieden nach Wirtschaftszweigen hätten Beschäftigte im Bereich Erziehung und Unterricht die höchste Lohnerhöhung erhalten. Insgesamt lag das Medianentgelt aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten in Sachsen-Anhalt 2025 bei 3.563 Euro. Laut Arbeitsagentur entspricht das einem Anstieg von 6,3 Prozent gegenüber 2024. Bundesweit waren es indes 4.217 Euro. Im Landesvergleich wurde in den drei großen Städten Sachsen-Anhalts Magdeburg, Halle und Dessau-Roßlau den Angaben nach am meisten verdient. "Eine gute Bezahlung bleibt ein wichtiger Baustein im Kampf um Fachkräfte", betonte der Vorsitzende der Geschäftsführung Regionaldirektion, Markus Behrens. Langfristige Mitarbeiterbindung gelinge jedoch nur, wenn attraktive Arbeitsbedingungen hinzukommen - "etwa ein wertschätzendes Arbeitsumfeld, Entwicklungsperspektiven und flexible Arbeitszeitmodelle". Laut Arbeitsagentur basieren die Daten auf der Meldung der Arbeitgeber zur Sozialversicherung. Da Löhne und Gehälter nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze für die Rentenversicherung gemeldet werden, ist nicht für alle Beschäftigten bekannt, wie hoch das tatsächlich erzielte Entgelt war. © dpa-infocom, dpa:260727-930-444179/1