Datum27.07.2026 11:17
Quellewww.zeit.de
TLDRIslamistische Homofeindlichkeit wird laut Politikwissenschaftler Hendrik Hansen systematisch unterschätzt. Er kritisiert, dass Angriffe von Islamisten auf queere Menschen oft als Reaktion auf Diskriminierung verharmlost werden. Dies lenke von der Täterverantwortung ab und bagatellisiere zudem die Integrationsleistung vieler Muslime. Hansen betont, dass die Ursachen für solche Taten beim Täter liegen und nicht pauschal der Gesellschaft zugeschrieben werden sollten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Attentat in Berlin“. Lesen Sie jetzt „Forscher: Islamistische Homofeindlichkeit wird unterschätzt“. Nach Einschätzung des Politikwissenschaftlers Hendrik Hansen wird islamistische Homofeindlichkeit "systematisch unterschätzt". Es habe in den vergangenen Jahren europaweit diverse Angriffe von Islamisten auf queere Menschen gegeben, sagte Hansen von der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung dem "Tagesspiegel". "Es gibt eine fatale Neigung, Islamismus als Reaktion auf Diskriminierungserfahrungen kleinzureden", wurde Hansen zitiert. "Da ist analytisch zwar ein Stück weit etwas dran, aber oft wird das Problem auf diesen einen Aspekt reduziert." "Das bedeutet, Islamismus ein Stück weit zu entschuldigen, als würden die Ursachen nicht beim Täter liegen, sondern bei der Gesellschaft. Das halte ich für fatal, zumal es auch die Integrationsleistung von so vielen Muslimen kleinredet. Vor allem aber nimmt es dem Täter die Verantwortung für seine Tat." © dpa-infocom, dpa:260727-930-444099/1