Fußball: Infantino empfiehlt seinen Kritikern, »zu meditieren, zu beten oder ein Fußballspiel zu schauen«

Datum27.07.2026 10:15

Quellewww.spiegel.de

TLDRFIFA-Präsident Gianni Infantino hat seine Kritiker scharf angegriffen und ihnen vorgeworfen, Hass und falsche Informationen zu verbreiten. In einer Instagram-Stellungnahme wies er auf die positiven Aspekte der Fußball-Weltmeisterschaft hin, wie die reibungslose Einreise des iranischen Teams, und verteidigte kontroverse Entscheidungen. Er empfahl seinen Kritikern, "zu meditieren, zu beten oder ein Fußballspiel zu schauen".

InhaltDie Kumpelei mit US-Präsident Donald Trump, die hohen WM-Ticketpreise und schließlich der Fall Balogun: Fifa-Chef Gianni Infantino hätte ausreichend Anlass zur Selbstreflexion. Stattdessen holt er zum Rundumschlag gegen Kritiker aus. Fifa-Präsident Gianni Infantino hat Medien und Kritiker scharf angegriffen. Er warf ihnen in einer langen Stellungnahme auf Instagram vor, "Hass zu verbreiten" und "falsche Informationen zu streuen". Er schrieb etwa: "An diejenigen, die hinter ihren Stiften und Blättern, hinter ihren Bildschirmen sitzen und Hass und falsche Gerüchte verbreiten, möchte ich sagen: Während ihr euch im Hintergrund versteckt, stehen wir bei der Fifa an vorderster Front, organisieren, arbeiten hart und sorgen dafür, dass die beste Show der Welt stattfindet." Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Die Fifa habe daran gearbeitet, zwei Kriegsparteien zu vereinen. Das iranische Team habe ohne Probleme in die USA einreisen können. Infantino erwähnte dabei nicht, unter welchen widrigen Bedingungen Iran  an der WM teilnahm. Stattdessen schrieb er: "Es geht nicht um Politik." Der Weltverband stand während der WM wiederholt in der Kritik: Infantino wehrte sich auch gegen diesen Vorwurf: "Tatsächlich sind ›umstrittene‹ Schiedsrichterentscheidungen oder ›seltsame‹ Disziplinarmaßnahmen – wie beispielsweise möglicherweise irrtümlich vergebene Rote oder Gelbe Karten oder anschließende Entscheidungen, Spieler in bestimmten Situationen nicht zu sperren – in einigen der größten Ligen weltweit an der Tagesordnung und werden allgemein akzeptiert", schrieb er, ohne genauer darauf einzugehen. Die Medien und Kritiker hätten zudem nur die Fälle erwähnt, in denen Menschen Visa verweigert worden seien. "Millionen" von Menschen hätten einreisen können, auch aus Ländern mit Gesundheitskrisen oder anderen Herausforderungen. Infantino empfahl seinen Kritikern deswegen, "zu meditieren, zu beten oder ein Fußballspiel zu schauen". Der Fifa-Präsident oder sein Team stellte die Kommentarfunktion ab.