Nordrhein-Westfalen: AfD will Veranstaltungshalle in NRW kaufen

Datum27.07.2026 07:28

Quellewww.zeit.de

TLDRDie AfD in Nordrhein-Westfalen plant den Kauf einer Veranstaltungshalle für drei Millionen Euro, da viele Betreiber Mietanfragen ablehnen. Die Finanzierung soll aus Eigenkapital, einem Darlehen der Bundespartei und Spenden erfolgen. Diese ungewöhnliche Maßnahme wird mit der Schwierigkeit begründet, Räumlichkeiten anzumieten, da Betreiber oft wirtschaftliche Nachteile fürchten. Die Partei hat auch in anderen Bundesländern Probleme mit der Hallenanmietung.

InhaltDie AfD in NRW tut sich schwer, Hallen für ihre Veranstaltungen zu finden. Viele Betreiber lehnen eine Vermietung ab. Daher will die Partei eine eigene Immobilie kaufen. Der Landesverband der AfD in Nordrhein-Westfalen erwägt eigenen Angaben zufolge, eine eigene Halle für Parteiveranstaltungen zu kaufen. Dazu habe man eine konkrete Möglichkeit, hieß es in einem Schreiben von Parteichef Martin Vincentz und Schatzmeister Christian Blex an die Mitglieder. Unklar ist, um welche Immobilie es sich handelt. Das betreffende Objekt koste drei Millionen Euro. Auch die Finanzierung sei bereits geklärt. So soll das Geld vor allem aus Eigenkapital und einem Darlehen der Bundespartei kommen, sagte ein AfD-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa. Eine Million Euro wolle man zudem über Spenden einholen. Man halte die Investition für langfristig sinnvoll, hieß es aus Parteikreisen. Ein solcher Kauf wäre ungewöhnlich. Parteien mieten für ihre Veranstaltungen, etwa Parteitage, in der Regel entsprechende Orte an. Die AfD hat dabei jedoch das Problem, dass viele Betreiber die rechte Partei nicht in ihren Hallen haben wollen, weil sie etwa wirtschaftliche Nachteile befürchten. Die Suche nach passenden Räumlichkeiten gestalte sich entsprechend schwierig, hieß es vom AfD-Landesverband. Zuletzt hielt die NRW-AfD eine Veranstaltung in einer Halle in Marl ab. In der Vergangenheit hatte die AfD nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern auch in anderen Bundesländern Probleme mit der Anmietung von Veranstaltungshallen. So kündigte die Stadt Hechingen in Baden-Württemberg etwa im September 2025 den Mietvertrag für eine Halle mit der örtlichen Landespartei. Grund war damals ein Beschluss des Gemeinderats, nach dem in der betreffenden Halle keine landespolitischen Veranstaltungen mehr abgehalten werden sollen. Die AfD hatte damals angekündigt, vor das Verwaltungsgericht zu ziehen.