Datum27.07.2026 04:00
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Bayern sind die Hepatitis-Diagnosen bis zum 20. Juli um 548 auf 1.425 Fälle gesunken. Besonders bei Hepatitis C gab es einen Rückgang. Gesundheitsministerin Gerlach betont die Wichtigkeit der Hepatitis-B-Impfung, die bereits im Säuglingsalter empfohlen wird und bis zum 18. Geburtstag von den Krankenkassen übernommen wird. Die aktuelle Impfquote liegt bei 88,4 Prozent. Sie wirbt auch für Früherkennungstests für nicht geimpfte Personen und weist auf die Behandlungsmöglichkeiten bei Hepatitis C hin.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Krankheiten“. Lesen Sie jetzt „Weniger Hepatitis-Infektionen in Bayern diagnostiziert“. Hepatitis ist in Bayern offenbar auf dem Rückzug. Im laufenden Jahr wurden bis zum 20. Juli 1.425 Menschen neu mit Hepatitis diagnostiziert, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Das sind 548 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bei Hepatitis C fiel die Zahl um 155 auf 696. Ministerin Judith Gerlach (CSU) wirbt für die Impfung: "Gute Prävention bedeutet heute vorzusorgen, damit Krankheiten morgen möglichst keine Chance haben. Mit der Impfung gegen Hepatitis B können wir schon früh den Grundstein legen. Deshalb ist es besonders wichtig, bei Kindern und Jugendlichen auf einen vollständigen Impfschutz zu achten." Die Impfung wird laut Gesundheitsministerium bereits im Säuglingsalter empfohlen. Bis zum 18. Geburtstag übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Dennoch sind nicht alle Kinder geimpft. Im Schuljahr 2023/2024 lag die Impfquote bei eingeschulten Kindern bei 88,4 Prozent. "Unser Ziel muss sein, möglichst viele junge Menschen zu erreichen, bevor aus einer versäumten Impfung ein vermeidbares Gesundheitsrisiko wird", sagt Gerlach. Hepatitis B infiziert die Leber. Die Krankheit könne akut verlaufen, aber auch chronisch werden, erklärt Gerlach. "Gerade darin liegt die Gefahr: Bleibt eine Infektion unbemerkt, kann sie zu einer Vernarbung, sowie Schrumpfung der Leber und langfristig zu Leberkrebs führen." Gerlach wirbt daher bei Menschen, die nicht geimpft sind für eine Früherkennung durch Tests. "Ein einmaliges kostenfreies Screening auf bestehende Infektionen mit Hepatitis B und C ist seit Ende 2020 im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung Check-up 35 möglich." Gegen Hepatitis C gebe es zwar keine Impfung, aber hochwirksame Medikamente. Am 28. Juli ist Welt-Hepatitis-Tag. In Deutschland steht er unter dem Motto: "Lass uns Klartext reden - Hepatitis? Informier dich. Werde aktiv." © dpa-infocom, dpa:260727-930-442864/1