Datum26.07.2026 22:36
Quellewww.zeit.de
TLDRDer wegen Drogendelikten in den USA verurteilte Ex-Präsident von Honduras, Juan Orlando Hernández, ist nach einer Begnadigung durch Donald Trump in sein Heimatland zurückgekehrt. Ursprünglich zu 45 Jahren Haft verurteilt, wurde er nun wegen unfairer Behandlung entlassen. In Honduras steht er vor einem Prozess wegen Veruntreuung von zwei Millionen Dollar für seinen Wahlkampf 2013. Ein Haftbefehl wurde außer Kraft gesetzt. Es gibt Befürchtungen, dass dies ein Scheinprozess wird und Hernández Straffreiheit erlangt.
InhaltMehr als vier Jahre nach seiner Auslieferung an die USA wegen Drogendelikten ist Ex-Präsident Hernández zurück in Honduras. US-Präsident Donald Trump hatte ihn begnadigt. Der wegen Drogendelikten in den USA verurteilte ehemalige Präsident von Honduras, Juan Orlando Hernández, ist in sein Heimatland zurückgekehrt. Hernández wurde von seiner Familie am internationalen Flughafen Palmerola empfangen, wie ein von ihm auf der Plattform X geteiltes Video zeigt. Grund für die Rückkehr des Ex-Präsidenten ist eine Begnadigung durch US-Präsident Donald Trump. Eigentlich war Hernández zu einer 45-jährigen Haftstrafe verurteilt worden. Trump hatte den Straferlass vor acht Monaten jedoch mit einer unfairen Behandlung seines ehemaligen Amtskollegen begründet. In seinem Heimatland muss der Ex-Präsident, der Honduras von 2014 bis 2022 regierte, Anfang August vor Gericht erscheinen. Ihm wird vorgeworfen, für seinen Präsidentschaftswahlkampf 2013 zwei Millionen Dollar an öffentlichen Geldern veruntreut zu haben. Beobachterinnen und Beobachter befürchten, dass es sich um einen Scheinprozess handeln und Hernández ohne Strafe davonkommen wird. Ein Haftbefehl gegen Hernández wurde kürzlich außer Kraft gesetzt. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.