Restrede in Paderborn: Merz: Gewalt beginnt mit Intoleranz und Ausgrenzung

Datum26.07.2026 22:02

Quellewww.zeit.de

TLDRNach dem Anschlag in Berlin rief CDU-Chef Friedrich Merz in Paderborn zur Standhaftigkeit auf. Er betonte, Gewalt beginne mit Intoleranz und Ausgrenzung, nicht erst mit Anschlägen. Merz sprach vor der traditionsreichen Libori-Gilde, einer Gruppe von Unternehmern und Bürgern, und ging auf das Thema Europa ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen der neuntägigen Paderborner Libori-Feierlichkeiten statt, die religiöse Wurzeln haben.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Restrede in Paderborn“. Lesen Sie jetzt „Merz: Gewalt beginnt mit Intoleranz und Ausgrenzung“. Rund 24 Stunden nach dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag in Berlin hat Bundeskanzler Friedrich Merz die Menschen dazu aufgefordert, sich nicht einschüchtern zu lassen. Noch in der Nacht habe er überlegt, ob er der Einladung nach Paderborn zum traditionellen Libori-Mahl folgen solle. Er habe sich aber schnell entschlossen, seine Zusage einzuhalten.  "Gewalt beginnt nicht erst mit einem Anschlag. Gewalt beginnt mit Intoleranz, mit Ausgrenzung, mit Diskriminierung, dummen Redensarten und schlechten Witzen", sagte Merz vor der Libori-Gilde im Historischen Rathaus. Die Gilde ist eine Gruppe aus Unternehmern und engagierten Bürgern der Stadt. Merz hielt bei der Traditionsveranstaltung eine Rede zum Thema Europa, ging aber zu Beginn auf den Anschlag in Berlin ein. Erstmals kam die Libori-Gilde im Jahr 1449 zu dem gemeinsamen Essen mit einfachen westfälischen Speisen zusammen. Das Mahl ist Teil der neuntägigen Libori-Feierlichkeiten. Die Zeit gilt in Paderborn als fünfte Jahreszeit. Das Fest hat einen religiösen Ursprung. Kirche und Stadt feiern die Ankunft der Gebeine des Hl. Liborius im Jahr 836. © dpa-infocom, dpa:260726-930-442495/1