Datum26.07.2026 21:01
Quellewww.spiegel.de
TLDRDer frühere honduranische Präsident Juan Orlando Hernández ist nach einer Begnadigung durch Donald Trump in seine Heimat zurückgekehrt. Hernández war in den USA wegen Drogenschmuggels zu 45 Jahren Haft verurteilt worden, da ihm vorgeworfen wurde, Honduras zu einem "Drogenstaat" gemacht zu haben. Trump begründete die Begnadigung mit einer angeblich unfairen Behandlung. In Honduras wird Hernández zudem der Veruntreuung vorgeworfen.
InhaltDie USA warfen Juan Orlando Hernández vor, sein Land in einen "Drogenstaat" verwandelt zu haben, machten ihm den Prozess. Von Donald Trump wurde er begnadigt und reiste jetzt wieder nach Hause. Er saß nur einen Bruchteil seiner Strafe ab. Der ehemalige Präsident von Honduras, Juan Orlando Hernández, ist in seine Heimat zurückgekehrt. US-Präsident Donald Trump hatte ihn im vergangenen Dezember begnadigt – Hernández war in den USA wegen Drogenschmuggels verurteilt worden. Am Sonntag wurde er nun von seiner Familie am internationalen Flughafen empfangen, wie ein von ihm auf der Plattform X geteiltes Video zeigt. Der rechtsgerichtete Hernández war zwischen 2014 und 2022 Präsident des mittelamerikanischen Landes. Kurz nach dem Ende seiner Amtszeit wurde der konservative Politiker an die USA ausgeliefert, zwei Jahre später verurteilte ihn ein Gericht in New York zu 45 Jahren Haft. Ihm war vorgeworfen worden, Honduras zu einem "Drogenstaat" gemacht und den Schmuggel von überwiegend aus Kolumbien und Venezuela stammenden Kokain über das mittelamerikanische Honduras in die USA möglich gemacht zu haben. Das US-Justizministerium hatte nach der Verurteilung geschrieben , als Präsident von Honduras habe Hernández seine Macht missbraucht, um eine der größten und gewalttätigsten Verschwörungen im Bereich des Drogenhandels weltweit zu unterstützen. Die Folgen hätten die Menschen von Honduras und in den Vereinigten Staaten zu tragen gehabt. Trump hatte die Begnadigung in den USA kurz vor der honduranischen Präsidentenwahl vor acht Monaten beschlossen. Der Ex-Staatschef sei "sehr hart und unfair behandelt" worden, begründete Trump damals die Entscheidung. Er hatte die Ankündigung mit einem erneuten Aufruf an die Bürgerinnen und Bürger von Honduras verbunden, bei der Präsidentschaftswahl in ihrem Land den rechtsgerichteten Kandidaten Nasry Asfura zu wählen. Der gewann die Wahl knapp. Auch innenpolitisch hatte Trumps Entscheidung für Kritik gesorgt. Mehr dazu lesen Sie hier. Hernández hat auch in seiner Heimat Probleme mit der Justiz. Ihm wird vorgeworfen, für seinen Präsidentschaftswahlkampf 2013 zwei Millionen Dollar an öffentlichen Geldern veruntreut zu haben. Der Ex-Präsident soll am 3. August vor Gericht erscheinen. Ein Haftbefehl wurde allerdings jüngst außer Kraft gesetzt.