Datum26.07.2026 19:07
Quellewww.zeit.de
TLDREin Flächenbrand auf der Mannheimer Friesenheimer Insel wütet auf rund 30 Hektar. Über 150 Feuerwehrleute, unterstützt von umliegenden Wehren und BASF, sind im Großeinsatz, um die Ausbreitung zu verhindern. Es gab keine Verletzten, doch Anwohner wurden wegen starker Rauchentwicklung aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Brandursache ist unklar, die Trockenheit im Land erhöht die Waldbrandgefahr.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „30 Hektar betroffen“. Lesen Sie jetzt „Flächenbrand auf Mannheimer Flussinsel – Großeinsatz“. Wegen eines Flächenbrands auf einer Mannheimer Flussinsel ist die Feuerwehr im Großeinsatz. Es sei Vollalarm ausgerufen worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Alle verfügbaren Fahrzeugen seien im Einsatz, auch solche der freiwilligen Feuerwehr. Unterstützung erhalte man zudem von Feuerwehren aus der Umgebung sowie von der Werkfeuerwehr des Chemiekonzerns BASF. Aktuell seien ungefähr 150 Feuerwehrleute im Einsatz, sagte der Sprecher. Sie bekämpfen die Flammen und versuchen, die weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Der Rettungsdienst sei ebenfalls mit zahlreichen Helfern im Einsatz. Verletzte gab es zunächst aber nicht. Wegen der starken Rauchentwicklung sollten Anwohnerinnen und Anwohner ihre Fenster und Türen geschlossen halten, hieß es in einer Warnmeldung des Katastrophendienstes Nina. Der Vegetationsbrand war am Nachmittag auf der Friesenheimer Insel ausgebrochen. Sie liegt im Nordwesten Mannheims und ist von Rhein, Altrhein und Neckar umschlossen. Entstanden ist die mehrere Quadratkilometer große Insel unter anderem durch die Rheinbegradigung. Von dem Feuer betroffen ist eine Fläche von etwa 30 Hektar. Zum Vergleich: Das sind umgerechnet circa 300.000 Quadratmeter - oder grob 42 Fußballfelder. Die Windverhältnisse hätten für eine ungünstige Ausbreitung der Flammen gesorgt, sagte der Feuerwehrsprecher. Auf der Insel befindet sich der Feuerwehr zufolge auch ein Industriegebiet. Die Unternehmen seien aktuell aber nicht betroffen, sagte der Sprecher. Oberstes Ziel sei es aktuell, dass sich das Feuer nicht in diese Richtung ausbreite. Wie lange die Löscharbeiten dauern werden, war zunächst unklar. Auch zur Brandursache könne man noch nichts sagen. In Baden-Württemberg ist die Gefahr für Wald- und Vegetationsbrände aktuell hoch. Die Gefahrenindizes des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wiesen am Sonntag verbreitet die zweithöchste Stufe und teils auch die höchste Stufe auf. Das dürfte vorerst auch so bleiben. Zwar soll sich die Situation zu Beginn der neuen Woche leicht entspannen. Spätestens Mitte der Woche wird aber wieder eine verbreitet hohe bis sehr hohe Gefahr erwartet. Der DWD-Waldbrandgefahrenindex reicht von Stufe 1 (sehr geringe Gefahr) bis Stufe 5 (sehr hohe Gefahr). In die Bewertung fließen unter anderem Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Niederschlag ein. © dpa-infocom, dpa:260726-930-442044/1