Datum26.07.2026 17:09
Quellewww.zeit.de
TLDRNach dem Angriff auf den Berliner CSD kündigt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann an, die Sicherheitskonzepte für bevorstehende Veranstaltungen zu überprüfen und gegebenenfalls zu verstärken. Aktuell gibt es keine konkreten Anschlagspläne in Bayern. Herrmann bezeichnete den Angriff als "abscheuliche Gewalttat" und "direkten Angriff auf Grundwerte unseres Zusammenlebens". Er plädiert zudem für eine gesetzliche Grundlage zur Live-Gesichtserkennung mittels KI zur Unterstützung der Fahndung.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nach Angriff auf Berliner CSD“. Lesen Sie jetzt „Herrmann: Sicherheitskonzepte für CSDs werden überprüft“. Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD will der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) die Sicherheitskonzepte für die bevorstehenden Veranstaltungen im Freistaat überprüfen lassen. Man werde die bereits hohen Schutzmaßnahmen bei Bedarf weiter verstärken, kündigt er an. Hinweise auf konkrete Anschlagspläne in Bayern gebe es derzeit nicht, die Sicherheitsbehörden seien aber "hellwach und stehen im engen Austausch mit Bund und Ländern". Der Anschlag auf den Berliner CSD am Samstag sei eine "abscheuliche Gewalttat" und ein "direkter Angriff auf Grundwerte unseres demokratischen und freiheitlichen Zusammenlebens", sagte Herrmann. "Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen." Die noch laufende Großfahndung zeige, wie wichtig der Einsatz von Videoüberwachungsanlagen an öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen mit KI-gestützter Gesichtserkennung sei, betonte der Minister. "Wir benötigen so schnell wie möglich eine klare gesetzliche Grundlage für die Live-Gesichtserkennung bei der Videoüberwachung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Im aktuellen Fall wäre dies eine enorme Hilfe bei der Fahndung nach dem Täter." In Bayern stehen in den kommenden Wochen zahlreiche CSDs an, unter anderem auch in Nürnberg - ein erster fand bereits am Sonntag in Mühldorf am Inn statt. © dpa-infocom, dpa:260726-930-441626/1