Datum26.07.2026 15:23
Quellewww.spiegel.de
TLDRMurmeltier-Forscher aus den USA nutzen die Plattform OnlyFans, um fehlende Fördergelder zu kompensieren. Die Seite „OnlyMarms“ zeigt Bilder und Videos der Tiere, um die langjährige Forschung im Rocky Mountain Biological Laboratory zu finanzieren. Der Hintergrund ist der Kürzung von Wissenschaftsgeldern. Bisher seien nur wenige Hundert Dollar eingenommen worden, was für die Weiterführung der Arbeit nicht ausreicht.
InhaltLustige Idee, ernster Hintergrund: Murmeltier-Forscher aus den USA zeigen die putzigen Nager jetzt auf der Plattform OnlyFans – um fehlende Fördergelder zu kompensieren. Flauschig, putzig und durchaus fotogen ist das Murmeltier. Vielleicht helfen diese Eigenschaften nun dabei, dass die Nagetiere in den Rocky Mountains weiter erforscht werden können. Wie die "New York Times" berichtet , hat ein Team von Biologinnen und Biologen die Murmeltiere auf die eher für erotische Inhalte bekannte Plattform OnlyFans gebracht. Was zunächst kurios klingt, hat einen ernsten Hintergrund: Gelbbauchmurmeltiere werden im Rocky Mountain Biological Laboratory seit 1962 durchgehend erforscht, wie der Forscher Daniel Blumstein von der University of California, Los Angeles, berichtet. Doch nun stehe diese Arbeit wegen fehlender finanzieller Förderung vor dem Aus. US-Präsident Donald Trump hat Gelder für die Wissenschaft stark zusammenstreichen lassen. Um ihre Arbeit weiter finanzieren zu können, haben Blumstein und sein Team also ein OnlyFans-Profil für die Murmeltiere eingerichtet: "OnlyMarms" – auf Englisch heißen die Tiere "marmots". Der Forscher berichtet in der "New York Times" von anfänglichen Hürden. Als er seinen Führerschein beim Erstellen des Accounts hochgeladen habe, habe ihm die Plattform mitgeteilt, sein Gesicht stimme nicht mit den Gesichtern auf den Videos und Fotos überein, die er schon geteilt hatte. Das habe sich aber durch einen E-Mail-Austausch lösen lassen. Ein paar Hundert Dollar hätten sie über OnlyFans bislang eingenommen, sagte Blumstein der "New York Times". Um ihre Arbeit fortzusetzen, reiche das bei Weitem nicht.