Arbeitsmarkt: Industrie verliert laut BDI monatlich 15.000 Arbeitsplätze

Datum26.07.2026 13:57

Quellewww.zeit.de

TLDRDer BDI sieht die deutsche Industrie kritisch und beobachtet einen monatlichen Verlust von 15.000 Arbeitsplätzen. Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner hofft auf eine Trendwende durch Innovation, insbesondere im Bereich KI. Sie betont die Chancen, die sich aus Daten und Prozesskompetenz deutscher Unternehmen ergeben. Gönner fordert bessere Rahmenbedingungen für Investitionen und kritisiert die globale Wettbewerbsverzerrung durch die USA und China.

InhaltDer Bundesverband der Deutschen Industrie sieht die Lage der deutschen Industrie kritisch. Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner hofft auf Chancen durch mehr Innovation. Monatlich verliert die deutsche Industrie laut dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) rund 15.000 Arbeitsplätze. Die Lage der Industrie sei kritisch, sagte die Hauptgeschäftsführerin des BDI, Tanja Gönner, der Nachrichtenagentur dpa. Die schleichende Deindustrialisierung in Deutschland könne jedoch gestoppt werden. Innovation stehe bei vielen Unternehmen längst ganz oben auf der Agenda. Die Industrie habe sich immer gewandelt und stehe nun mit KI vor einer neuen industriellen Revolution. "Gerade in der industriellen Produktion haben wir alle Chancen", sagte Gönner. Dort entstünden Daten, Prozesse und Anwendungskompetenz, die große Tech-Konzerne nicht hätten und genau deshalb Zugang dazu haben wollten. Entscheidend seien Rahmenbedingungen, die Investitionen in die Transformation ermöglichen. Deutschland habe an Wettbewerbsfähigkeit verloren, sagte die frühere CDU-Politikerin. Zudem hätten die Zollpolitik der USA sowie Chinas Marktverzerrungen den Wettbewerb verschärft. Diese Kombination setze den Standort besonders unter Druck. Bei jeder politischen Entscheidung in Deutschland und Europa müsse man deshalb fragen: "Zahlt sie auf Wettbewerbsfähigkeit ein? Hilft sie Unternehmen, wieder wettbewerbsfähiger zu werden?" Der BDI versteht sich als Vertretung von rund 100.000 großen, mittleren und kleineren Unternehmen, die zusammen mehr als acht Millionen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen beschäftigen.