Kurbelradios im Test: Neun Modelle von Albrecht, Sangean, Philips, Midland, Mesqool, Renkforce und Pearl im Test

Datum25.07.2026 15:58

Quellewww.spiegel.de

TLDRKurbelradios sollen im Notfall ohne Strom die Informationsversorgung sichern. Neun getestete Modelle zeigen gemischte Ergebnisse: Acht funktionierten wie versprochen, eines fiel durch. Die Geräte unterscheiden sich in Empfang (UKW/DAB+), Zusatzfunktionen (Solar, Powerbank, LED) und Klangqualität. Empfehlungen für den Alltag und Notfälle werden gegeben. Der Test hebt die Bedeutung von Kurbelradios als ausfallsichere Alternative zu Mobilfunk hervor.

InhaltMit einem Kurbelradio soll man auch bei Stromausfall informiert bleiben. Wir haben bei neun Modellen getestet, ob die Kurbelei im Krisenfall wirklich helfen kann. Das hat nicht bei allen geklappt. Dieser Testbericht erschien erstmals am 1. März 2026. Wir haben drei neue Kurbelradios getestet und den Text aktualisiert. Spätestens seit dem Stromausfall in Berlin Anfang des Jahres sind Kurbelradios begehrt. Wenn Strom, Internet und Mobilfunk ausfallen, könnten sie die letzte Möglichkeit sein, sich über den Stand der Dinge zu informieren. Möglich ist das, weil man die Energie für ihren Betrieb mit Muskelkraft produziert. Statt nach passenden Batterien suchen zu müssen, bedarf es nur einiger Drehungen an der meist hinten montierten Kurbel, um den nötigen Strom zum Radiohören zu erzeugen. Ganz egal, wie lange das Gerät womöglich in einer Schublade lag. Dieser Text enthält mit dem Hinweis "Anzeige" gekennzeichnete Affiliate-Links, über die der Verlag, aber nie der Autor individuell, bei Verkäufen eine geringe Provision vom Händler erhält. Aber wie lange müssen Sie wirklich kurbeln, um die Nachrichten hören zu können? Das haben wir in diesem Test ausprobiert und waren von acht der neun Geräte positiv überrascht: Auch wenn das Kurbeln bei einigen davon mühsamer ist als bei anderen, erfüllen sie das Versprechen, im Notfall auch ohne Strom aus der Steckdose zu funktionieren. Eines der getesteten Geräte versagte dabei jedoch. Bei den übrigen Funktionen zeigen sich große Unterschiede. Manche können Radio nur per UKW empfangen, andere auch über das digitale DAB+. Mehrere Modelle nutzen Solarpanels als zusätzliche Energiequelle, alle bieten sich außer als Radio auch als Powerbank zum Aufladen von Smartphones und anderen Geräten an. Viele haben integrierte LED-Leuchten als Notbeleuchtung. Zudem stellt sich die Frage: Taugen Kurbelradios nur für den Notfall oder kann man sie im Alltag auch als Küchen-, Bad- oder Werkstattradio nutzen? Wenn Sie wissen wollen, was DAB+ und RDS bedeuten, wie ein Kurbelradio technisch funktioniert und warum Rundfunk ausfallsicherer ist als Mobilfunk, erfahren Sie mehr zu diesen Fragen in den FAQ am Ende dieses Artikels. Mit Ausnahme seiner schwachen Powerbank konnte das robuste, aber teure Sangean MMR-99DAB überzeugen. Für das DR 114 DAB+ von Albrecht sprechen sein großer Akku und die integrierte Laterne. Beide Geräte machen mit ihrer akzeptablen Tonqualität auch im Alltag Spaß. Einen schwächeren Klang, aber eine gute Ausstattung hat das Mesqool CR1009 DAB. Wegen der kaum brauchbaren Kurbel raten wir vom Philips TAR3500 ab. Diese Produkte haben wir getestet: Mesqool CR1009 DAB. UVP: 49,99 Euro Philips TAR3500. UVP: 59,99 Euro Midland ER 300 Pro. UVP: 99,90 Euro Albrecht DR 112 DAB+. UVP: 69,90 Euro Sangean MMR-99DAB. UVP: 179 Euro Philips TAR1609. UVP: 39,99 Euro Pearl inFactory SOL-1540. UVP: 49,90 Euro Albrecht DR 114 DAB+. UVP: 79,90 Euro Renkforce RF-CR-200. Herstellerpreis: 28,99 Von den Maßen klein, aber reich an Funktionen: Das CR1009 empfängt DAB+-Sender ebenso wie UKW-Sender. Einen automatischen Sendersuchlauf gibt es für beide Empfangswege. Bei beiden Varianten legt das Radio die dreißig stärksten Sender in seinem Speicher ab. Es gibt eine Taschenlampe und unter dem hochklappbaren Solarmodul eine Leselampe. Letzteres strahlt – anders als bei der Konkurrenz – sein Licht nach vorn ab. So kann man gleichzeitig Radio hören und einen Tisch beleuchten. Für die Leuchten sind jeweils zwei Leuchtstärken wählbar. Der Akku kann per USB-C, Kurbel oder mit dem kleinen Solarpanel geladen werden. Ist er komplett leer, bringen fünf Minuten Kurbeln ganze 80 Minuten DAB+-Radioempfang. Wer im Notfall nicht kurbeln will: Das Radio kann auch mit drei AAA-Batterien betrieben werden. Die Powerbank-Funktion ist allerdings enttäuschend: Mit lediglich drei Watt werden Smartphone damit nur quälend langsam aufgeladen. Unser Test-Smartphone, ein Google Pixel 7 Pro, wird auf diesem Weg auf maximal 30 Prozent aufgeladen, bevor der kleine Akku des Notfallradios aufgibt. Der Klang des kleinen Lautsprechers ist zum Nachrichtenhören ausreichend. Für Musik ist das CR1009 kaum geeignet. Angesichts dessen ist es kein großer Verlust, dass man mangels Bluetooth kein Smartphone mit dem Mesqool koppeln kann. Allerdings kann man über eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse Kopfhörer verbinden. Fazit: Das kleine Radio von Mesqool erfüllt alle Anforderungen an ein Notfallradio. Es macht mit seiner einfachen Bedienung und den Taschenlampen auch beim Camping eine gute Figur. DAB/UKW mit Akku 5000mAh, Tragbare Solar Radio mit LED-Taschenlampe & Leselicht, DAB+ Baustellenradio IPX4, Notfall Radio und SOS-Alarm Geeignet für Wandern, Camping, Outdoor (Gelb DAB) Das TAR3500 könnte ein empfehlenswertes Notfallradio sein, würde es nicht in der Disziplin "Kurbeln" versagen. Aber kommen wir erst einmal zum Positiven: Das reine UKW-Radio verfügt über einen automatischen Sendersuchlauf, der die 20 stärksten Sender speichert. Wer mag, kann die Sender neu ordnen oder andere manuell hinzufügen. Das Gerät hat nur einen Monolautsprecher. Dennoch ist der Klang für ein Gerät dieser Größe gut. Ebenfalls gefällt die Möglichkeit, das TAR3500 auch mit vier AAA-Batterien betreiben zu können. Zudem gibt es einen integrierten Wecker sowie die Möglichkeit, einen Alarmton manuell zu aktivieren. Die Helligkeit des Taschenlampenlichts ist regelbar. Unter dem kleinen Solarfeld gibt es ein LED-Leselicht. Der 18,9-Wattstunden-Akku versorgt das Gerät laut Philips mehr als sechzig Stunden lang mit Energie. Als Powerbank für das Test-Smartphone taugte er – wie die meisten Konkurrenzmodelle – nur bedingt. Das TAR3500 lud das Pixel 7 Pro nur zu 65 Prozent auf. Ist der Akku einmal leer, hilft auch enthusiastisches Kurbeln nicht mehr. Selbst nach 15 Minuten kräftigem Drehen fiel das Radio nach ein oder zwei Minuten Betriebszeit immer wieder aus. Erst das Aufladen via USB-C erweckte den Akku wieder dauerhaft zum Leben. Da die Kurbel laute Geräusche machte, vermuteten wir, ein Montagsmodell erwischt zu haben. Doch ein zur Klärung beschafftes zweites Exemplar des TAR3500 zeigte dieselben Auffälligkeiten. Fazit: Ein Kurbelradio, dessen Kurbel im Notfall nicht hilft. Vom TAR3500 müssen wir abraten. Kurbelradio / 3 Watt / Wecker / Mono Das Midland ER300 Pro ist eher eine Powerbank mit Radio als umgekehrt: Der große Akku, der über USB-C geladen und angezapft werden kann, hat eine Kapazität von rund 37 Wattstunden. Im Test hat er Smartphones mit einer stattlichen Leistung von bis zu 18 Watt aufgeladen. Das für den Test eingesetzte Pixel 7 Pro ließ sich damit einmal komplett und ein weiteres Mal bis auf 25 Prozent aufladen, bevor sich die Powerbank-Funktion abschaltete. Das Radio und die Taschenlampe waren aber auch mit der dann verbliebenen Restkapazität des Akkus noch rund drei Stunden lang nutzbar. Der Hersteller verspricht eine Radiolaufzeit von 100 Stunden, mit einer Akkuladung. Wir hatten das Radio zwei Monate lang immer mal wieder in Betrieb, ohne es aufzuladen. Das funktioniert auch deshalb, weil die vergleichsweise große Solarzelle in der Nähe eines Fensters immer wieder etwas Energie lieferte. Unbefriedigend erschien uns die Kurbelfunktion: Ist der Akku komplett leer, reichen die für unseren Test geplanten fünf Minuten Kurbeln nicht aus, um die Spannung so weit anzuheben, dass das Radio anspringt. Wir mussten die Kurbelzeit verdoppeln, wurden dafür mit rund zwei Stunden Radioempfang und einem schmerzenden Arm entschädigt. Linkshänder aufgepasst: Man solle "nach hinten drehen", heißt es etwas kryptisch in der Anleitung, die scheinbar für Rechtshänder verfasst wurde. Vermutlich ist die Drehrichtung – wie auch bei der Konkurrenz – gleichgültig. Das Ladesymbol blinkt jedenfalls unabhängig davon, ob man nach vorn oder hinten kurbelt. DAB+ fehlt ebenso wie Stationstasten für UKW-Sender. Ein längerer Druck auf die Sendersuchtaste springt jeweils zum nächsten Sender, ein kurzer Druck hilft bei der Feinabstimmung. Für Notfälle ist das ausreichend, für den Betrieb als Alltagsradio unbequem. Die Helligkeit der vergleichsweise starken Taschenlampe lässt sich in zwei Stufen regeln oder auf ein SOS-Signal umschalten. Kopfhörer können über eine 3,5-Millimeter-Buchse eingesteckt werden. Gut gefallen hat die Bluetooth-Funktion: Gekoppelt mit einem Smartphone lassen sich Nachrichten und notfalls auch Musik über das ER300 Pro wiedergeben. Die Audioqualität des kleinen Lautsprechers ist mäßig. Fazit: Das ER300 Pro von Midland eignet sich für Sie, wenn Ihnen die Powerbank-Funktion wichtig ist. Wer DAB+, ein Leselicht oder eine unkompliziertere Kurbelfunktion sucht, wird eher bei der Konkurrenz fündig. Kurbelradio / UKW Das Albrecht DR 112 DAB+ liegt von der Größe her zwischen den Geräten von Sangean und Philips TAR1609 (siehe unten). Anders als diese liefert es mit zwei Fünf-Watt-Lautsprechern aber Stereoklang. Bei einer Stereobasis von rund zehn Zentimetern ist der räumliche Effekt allerdings gering. Dennoch: Der Klang gehört zu den besten im Testfeld. Weniger Bass als bei Sangean, aber dafür klarer im Mittenbereich. Sprecher lassen sich daher gut verstehen. Einen Anschluss für externe Lautsprecher gibt es nicht, aber Kopfhörer können über die USB-C-Buchse angeschlossen werden. Das Radio empfängt DAB+ und UKW. Für beide Empfangsarten gibt es automatische Sendersuchen und jeweils 60 Speicherplätze für Favoriten. Beim Herumtragen des Geräts ergaben sich bei DAB+ gelegentlich Störungen. Da sind das Sangean-Radio sowie das DR 114 weniger empfindlich. Der UKW-Empfang funktioniert einwandfrei. Das Gerät hat ein paar Besonderheiten, die im Notfall nützlich sein können. Neben der starken LED mit Taschenlampencharakteristik und SOS-Signal gibt es eine kleine Leseleuchte, deren Lichtfarbe und Intensität verstellbar sind. Das integrierte Solarpanel lässt sich nach vorn klappen, um die Solarzellen zur Sonne auszurichten. In der Mittagszeit kann man das Radio auf diese Weise ein bis zwei Stunden lang ausschließlich mit Sonnenstrom betreiben. Das eingebaute Thermometer hingegen ist nutzlos und zeigte im Test meist eine zu hohe Temperatur an. Der Akku hat eine Kapazität von 14,8 Wattstunden. In seiner Funktion als Powerbank hat er es geschafft, unser Test-Smartphone, ein Google Pixel 7 Pro, von 0 auf 52 Prozent aufzuladen, bevor seine Energie versiegte. Fünf Minuten Kurbeln brachten uns 28 Minuten Radiobetrieb mit DAB+. Mit UKW läuft das Gerät rund zehn Minuten länger. Hier sind Radios mit nur einem Lautsprecher und daher geringerem Stromverbrauch im Vorteil. Fazit: Ebenso wie die bequem bedienbare Kurbel sind die gute Solarfunktion, der starke Akku und das Leselicht im Notfall nützlich. Der Klang ist gut, sodass das DR 112 DAB+ auch beim Camping oder im Badezimmer einen Platz finden kann. Das Kurbelradio von Sangean kann viel, aber nicht alles, was es verspricht. In einer Funktion als Powerbank betankt sein vergleichsweise kleiner 9,5-Wattstunden-Akku unser Smartphone mit lahmen 2,5 Watt bis auf einen Ladestand von 30 Prozent. Danach ist Schluss mit dem Akku und Kurbeln angesagt. Das aber funktioniert gut, so wie fast alles an diesem robusten Radio. Nach fünf Minuten Kurbeln kann man gut 20 Minuten DAB+-Radio hören. Ein Sendersuchlauf erfasst alle oder wahlweise nur die stärksten empfangbaren Sender. Insgesamt stehen 50 Speicherplätze für Sender zur Verfügung, auch für UKW. Ein Vorteil der analogen UKW-Technik: Das Radio läuft nach dem Kurbeln fast doppelt so lang durch. Per Bluetooth lässt sich das Sangean zwar unkompliziert mit einem Smartphone koppeln, nicht aber mit Kopfhörern. Für die gibt es eine Klinkenbuchse, die ein Stereosignal liefert, während der eine Lautsprecher des Geräts nur Mono-Sound ermöglicht. Die Klangqualität ist im Vergleich gut, aber etwas bassbetont und arm an Mitten. Hi-Fi ist das nicht, aber zur Berieselung, auch mit Musik, reicht es. Drei LEDs liefern im Notfall Licht. Dabei kann man zwischen einem engen Taschenlampenlicht, einem etwas breiteren Raumlicht sowie Rotlicht umschalten. Bei Dunkelheit hilft das, einen Raum auszuleuchten, ohne dass die Augen vom Licht geblendet werden und sich nach dem Abschalten erst wieder an die Dunkelheit gewöhnen müssen. Zudem lockt Rotlicht kaum Insekten an, was beim nächtlichen Toilettengang auf dem Campingplatz nützlich sein kann. Auch kann sich die Beleuchtung bei einem Stromausfall selbst einschalten. Fazit: Gute Verarbeitung, eine komfortable Bedienung und viele Funktionen zeichnen das Sangean MMR-99DAB aus. Auch ohne Notfall ist es in Küche, Werkstatt oder beim Camping einsetzbar. Beim Philips TAR1609 gibt es gleich vier Optionen für die Stromversorgung: Neben dem Akku mit eher magerer Kapazität von 7,4 Wattstunden, dem kleinen Solarpanel auf der Oberseite und der Kurbel kommt ein Batteriefach hinzu, das drei AAA-Zellen aufnimmt. Ob der interne Akku oder die drei Batterien die Energie liefern, bestimmt man per Schiebeschalter. Mit fünf Minuten Kurbeln bringe ich 33 Minuten UKW-Radio in den Akku. Das gute Ergebnis liegt nicht an der kleinen, klapprigen Kurbel, die mir immer wieder aus der Hand rutscht. Sondern am sparsamen UKW-Empfänger, der bei vollem Akku bis zu 30 Stunden lang durchläuft, wenn man das Radio nicht zu laut aufdreht. Das will man aber auch nicht, denn der Klang ist nahezu bassfrei. Immerhin: für Sprecher – und dafür ist das Radio gedacht – ist die Tonqualität befriedigend und besser als etwa bei den Geräten von Pearl und Renkforce (siehen unten). Zum Musikhören reicht es aber nicht. Zum Aufladen eines Smartphones taugt dieses Modell nicht, bringt den Akku des Pixel 7 Pro nur auf einen Ladestand von 17 Prozent. Anschlüsse für Kopfhörer gibt es ebenso wenig wie Bluetooth. Auch auf Stationstasten muss man hier verzichten, Sendernamen können mangels Display nicht angezeigt werden. Stattdessen müssen Radiostationen per Drehrad auf einer analogen Skala angewählt werden, ganz wie früher. DAB+ fehlt komplett. Das integrierte Taschenlampenlicht ist stark fokussiert, kann zwar keinen großen Bereich ausleuchten, aber ein SOS-Signal senden und dabei einen durchdringenden Alarmton ertönen lassen. Fazit: Das kleine Philips-Radio ist günstig und läuft lange. Dass es sich mit Batterien betreiben lässt, ist ein Pluspunkt. Für das tägliche Radiohören ist es zu unflexibel und bei der Tonqualität zu schwach. Pearl liefert das schlichteste Gerät im Test. Was nicht heißt, dass es nichts kann. Es lässt sich sogar bequemer per Kurbel aufladen als die Konkurrenz. Die Kurbel selbst ist zwar klapprig, aber so lang wie das gesamte Radio, das sich seinerseits gut mit der Hand umschließen lässt. Fünf Minuten Kurbelei genügen für 20 Minuten Radiohören. Allerdings nur per UKW, das digitale DAB+ unterstützt das Gerät nicht. Einen Sender zu finden, ist Glückssache, da die winzige Skala kaum ablesbar ist. Senderspeicher gibt es ebenso wenig wie Anschlüsse für Kopfhörer. Zwar kann man das kleine SOL-1540 theoretisch als Powerbank nutzen, aber bei seinem kleinen Akku (4,4 Wattstunden) ergibt das wenig Sinn. Er reicht beim Pixel 7 Pro gerade mal für eine Ladung bis auf 13 Prozent. Die kleine eingebaute Leuchte ist schwach und bietet zwar einen SOS-Modus, der jedoch keinen SOS-Code sendet, sondern nur blinkt und einen Alarmton startet. Fazit: Das Pearl-Radio ist günstig und als Notfallradio geeignet. Für mehr ist es mit seinem kleinen Akku, dem dünnen Ton und dem einfachen UKW-Empfänger nicht zu gebrauchen. Ist das ein Radio mit Leuchte oder umgekehrt? Hersteller Alan Electronics vermarktet dieses Gerät als Campingradio mit integrierter Laterne. Es verfügt aber über alle Features, die ein Notfallradio benötigt, und dazu noch über eine Leuchte, mit der sich kleine Räume ausleuchten lassen. Bei einem Stromausfall am Abend ist das sehr willkommen. Die Laterne schaltet sich ein, wenn der obere Teil des Geräts herausgezogen wird. Sie leuchtet sehr gleichmäßig und die Farbtemperatur lässt sich von kalt zu warmweiß wechseln. Auch rotes Licht ist im Programm. Ähnlich wie das Sangean-Gerät schont es die Augen und lockt weniger Insekten an. Zusätzlich befindet sich unten eine LED-Leuchte, die eher einer Taschenlampe ähnelt. Diese Leuchte sowie die Radioelektronik entsprechen den im DR 112 (siehe oben) eingebauten Komponenten. Insofern gilt auch hier, was oben zum DR 112 geschrieben wurde. Allerdings ist der DAB+-Empfang etwas stabiler, was an der längeren und damit flexibleren Antenne liegen könnte. Auch das DR 114 arbeitet mit Stereoton. Die beiden Lautsprecher haben mit je sieben Watt etwas mehr Wumms als die im anderen Albrecht-Modell, strahlen aber nicht nach vorn, sondern zu den Seiten ab. Das ist nicht gerade ideal, aber trotzdem ist der Klang ausgewogen und Stimmen gut verständlich. Wer nicht audiophil ist, kann mit der Laterne auch Musik hören. Eine Bluetooth-Verbindung zu einem Smartphone funktionierte problemlos. Mit Ausnahme der Buchsen für USB-C und USB-A gibt es keine weiteren Anschlüsse. Die Kurbel ist etwas kürzer als beim Schwestermodell. Nach fünf Minuten Kurbeln spielt das DR 114 rund 25 Minuten lang Radio per DAB+ ab, im UKW-Betrieb hält es fast doppelt so lange durch. Ist der mit einer Kapazität von 18,5 Wattstunden relativ große Akku voll aufgeladen, kann er das Pixel 7 Pro auf 63 Prozent aufladen. Fazit: Bei Stromausfall kann diese Laterne eine Menge Kerzen ersetzen. Das integrierte Radio überzeugt mit gutem Empfang sowohl im DAB+- als auch im UKW-Betrieb. Allerdings ist das DR 114 DAB+ groß und passt nicht in jede Schublade. Stattdessen kann es aber auch im Bad oder der Werkstatt stehen oder sich beim Camping nützlich machen. Das Radio von Renkforce ist noch etwas kompakter als das Modell von Pearl, bietet aber mehr Komfort. Es gibt einen automatischen Sendersuchlauf und per Knopfdruck lassen sich die stärksten Sender auf insgesamt 25 Speicherplätze verteilen. Die Bedienung über die sechs fast identisch aussehenden Taster an der Front ist etwas gewöhnungsbedürftig. Da das Radio kein RDS beherrscht, wird im kleinen Display lediglich die gewählte Frequenz, aber nicht der Sendername, angezeigt. Eine Füllstandsanzeige gibt Auskunft über den Ladestand des mit einer Kapazität von 7,4 Wattstunden recht kleinen Akkus. Er lädt unser Test-Smartphone zwar mit einer Leistung von fünf Watt, macht aber bereits nach 16 Prozent der Smartphone-Kapazität schlapp. Besser sieht es bei der Kurbelleistung aus. Nach fünf Minuten Kurbeln kann man rund 80 Minuten lang UKW-Sender empfangen. Mir tat die Hand nach dem Kurbeln mit dem nun fünf Zentimeter kurzen Kurbelarm allerdings weh und beim Hören auch die Ohren: Der Ton ist dünn und für die Musikwiedergabe nicht geeignet. Immerhin sind die Stimmen gut verständlich. Ansonsten gibt es eine integrierte Taschenlampe mit einem eher engen Lichtstrahl, die auch ein SOS-Signal beherrscht. Fazit: Als Notfallradio macht das günstige Renkforce-Gerät eine gute Figur: Für das anstrengende Kurbeln wird man mit einer langen Laufzeit belohnt und der UKW-Empfang ist störungsfrei. Allerdings ist der Klang bescheiden und die Powerbank-Funktion kaum zu gebrauchen. Das Prinzip ist bei allen Geräten gleich: Die Empfänger der Radios werden von einem Akku gespeist, der über das Stromnetz geladen werden kann. Ist der Akku leer und steht keine externe Stromversorgung zur Verfügung, kommt die Kurbel zum Einsatz, deren Drehbewegung einen Generator antreibt, ähnlich wie beim Fahrraddynamo. Ob Sie mit oder gegen den Uhrzeigersinn kurbeln, spielt meist keine Rolle. Genau wie Rundfunkantennen sind Mobilfunkmasten mit einer Notstromversorgung gegen Stromausfälle abgesichert. Oft sind das allerdings nur Akkus, die nach wenigen Stunden leergelaufen sind. Hinzu kommt, dass der Mobilfunk nur wenige Hundert Meter bis ein paar Kilometer weit reicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Mobilfunkmasten in Ihrer Umgebung bei einem großflächigen Stromausfall ebenfalls betroffen sind, ist hoch. Rundfunk dagegen kann über Strecken von 50 bis 100 Kilometern senden. Wichtige Rundfunksendeanlagen werden zudem mit Dieselgeneratoren gegen Netzausfälle abgesichert. DAB steht für Digital Audio Broadcasting und ist ein digitaler Übertragungsstandard für Hörfunk. In Deutschland und vielen anderen Ländern kommt es in der Variante DAB+ zum Einsatz. DAB+ nutzt ein anderes Audio-Kompressionsverfahren als DAB und hat in den meisten Ländern das ursprüngliche DAB abgelöst. DAB+ soll den analogen Rundfunk, der überwiegend via UKW ausgestrahlt wird, langfristig ersetzen. Das hängt von Ihrem Wohnort ab. In Deutschland und Österreich ist die Abdeckung mit dem analogen Ultrakurzwellenfunk UKW weiterhin gut. Allerdings gibt es bereits Pläne für die UKW-Abschaltung. Schleswig-Holstein etwa beabsichtigt, die Verbreitung von UKW im Jahr 2031 einzustellen. Auf Helgoland ist der Umstieg auf DAB+ schon weit fortgeschritten. In der Schweiz benötigen Sie zwingend einen Empfänger für DAB+, zumindest für den öffentlichen Rundfunk. Die Abkürzung steht für Radio Data System und ermöglicht die Übertragung digitaler Zusatzinformationen im analogen Rundfunk. So kann etwa anstelle der Frequenz der Name eines UKW-Senders im Display des Radios angezeigt werden. Oder der Titel des gerade gesendeten Musikstücks. Beim digitalen Empfang über DAB+ kommt ein eigenes, leistungsfähigeres System für solche Dienste zum Einsatz. Sie können die Lautstärke verringern, um den Stromverbrauch zu reduzieren oder Ohrhörer benutzen, falls das Radio eine entsprechende Buchse hat. Ein weiterer Faktor ist die Empfangsart. Bei den getesteten Geräten mit zwei Empfangswegen erwies sich der UKW-Betrieb oft als sparsamer als der DAB+. Einen Einfluss auf die Laufzeit haben auch die eingebauten Solarpanels. Zwar reichen diese bei bewölktem Himmel nicht aus, um den Akku nennenswert aufzuladen, aber wenn Sie das Radio tagsüber auf eine Fensterbank stellen, verlängert die leichte Solarladung die Laufzeit. Das ist bei allen von uns getesteten Modellen möglich. Sie haben eine USB-C-Buchse für die Stromversorgung und benötigen wenig Energie, sodass sie mit einer starken Powerbank viele Stunden laufen können. Über welche Produkte wir im Tests-Ressort berichten und welche wir testen oder nicht, entscheiden wir selbst. Für keinen der Testberichte bekommen wir Geld oder andere Gegenleistungen von den Herstellern. Es kann aus verschiedenen Gründen vorkommen, dass wir über Produkte nicht berichten, obwohl uns entsprechende Testprodukte vorliegen. Testgeräte und Rezensionsexemplare von Spielen werden uns in der Regel kostenlos für einen bestimmten Zeitraum vom Hersteller zur Verfügung gestellt, zum Teil auch vor der offiziellen Veröffentlichung. So können unsere Testberichte rechtzeitig oder zeitnah zur Veröffentlichung des Produkts erscheinen. Vorabversionen oder Geräte aus Vorserienproduktionen testen wir nur in Sonderfällen. In der Regel warten wir ab, bis wir Testgeräte oder Spielversionen bekommen können, die mit den Verkaufsversionen identisch sind. Wenn sie bereits im Handel oder online verfügbar sind, kaufen wir in einigen Fällen auf eigene Kosten Testgeräte. In der Regel werden Testgeräte nach dem Ende des Tests an die Hersteller zurückgeschickt. Die Ausnahme sind Rezensionsexemplare von Spielen und langfristige Leihgaben: So haben wir zum Beispiel Spielekonsolen und Smartphones in der Redaktion, die wir über längere Zeit nutzen dürfen, bevor sie zurückgegeben werden. So können wir beispielsweise über Softwareupdates, neues Zubehör und neue Spiele berichten oder Langzeiturteile fällen. Oft werden solche Produkte und Rezensionsexemplare zum Beispiel am Ende eines Jahres gesammelt und im Rahmen eines firmeninternen Flohmarktes verkauft, wobei die Erlöse für gemeinnützige Zwecke gespendet werden. Teilweise werden Rezensionsexemplare auch direkt an gemeinnützige Einrichtungen gespendet. In Artikeln des Tests-Ressorts finden sich sogenannte Affiliate-Anzeigen, die Links zu Onlineshops enthalten. 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