Datum25.07.2026 15:51
Quellewww.spiegel.de
TLDRDer Berliner CSD steht unter dem Motto "Haltung ist hot" und zieht Hunderttausende an. Die Großkundgebung, erstmals zweitägig, versteht sich als Antwort auf Anfeindungen gegen queere Menschen und gesellschaftliche Polarisierung. Mit über 80 Fahrzeugen und 50 Fußgruppen zog der Umzug durch die Stadt. Polizei ist mit 2200 Einsatzkräften vor Ort. Der CSD erinnert an die Stonewall-Aufstände von 1969 und feiert Vielfalt und Menschenrechte.
Inhalt"Haltung ist hot": Unter diesem Motto steht die diesjährige Großkundgebung zum Christopher Street Day in Berlin – "als Antwort auf zunehmende Anfeindungen". Einige der hottesten Momente sehen Sie hier. Auch in diesem Jahr zieht es wieder Hunderttausende Menschen nach Berlin zum Christopher Street Day (CSD). In diesem Jahr erstreckt sich der Hauptstadt-CSD erstmals über zwei Tage: Bereits am Freitagabend begann er mit einem Demokratiefest. Unter dem Motto "Haltung ist hot" zogen mehr als 80 Fahrzeuge und 50 Fußgruppen durch das Zentrum Berlins. Die Route des Demonstrationszugs führte unter anderem über den Potsdamer Platz bis zur Siegessäule. Das Motto "Haltung ist hot" soll laut Organisatoren "Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Zukunft einer weltoffenen Stadt" in den Mittelpunkt stellen. Man verstehe die Kampagne "als Antwort auf zunehmende Anfeindungen gegen queere Menschen sowie auf gesellschaftliche Polarisierung und den Druck auf demokratische Werte". Der Demonstrationszug endete am Brandenburger Tor, wo für die Abschlusskundgebung acht Bühnen aufgebaut wurden. Am Abend steht unter anderem ein Auftritt von Sarah Connor auf dem Programm. Während diese beiden sich gegen die AfD positionieren, überprüfte die Berliner Polizei am Mittag nach eigenen Angaben "15 Personen einer mutmaßlich rechten Gruppierung". Eine der Personen habe einen "verbotenen Gegenstand" mit sich geführt, erklärte die Polizei. Die Polizei ist nach eigenen Angaben mit 2200 Einsatzkräften im Einsatz, um für ein "sicheres, buntes und friedliches Fest" zu sorgen. Den Organisatoren zufolge handelt es sich um eine der größten Versammlungen für Vielfalt und Menschenrechte in Europa. Die jährlich organisierten CSD-Kundgebungen erinnern an den 28. Juni 1969, als die Polizei die Schwulenbar "Stonewall Inn" in New York stürmte. Es folgten tagelange Zusammenstöße mit Aktivisten, die als Geburtsstunde der modernen LGBTQ-Bewegung gelten. Nicht nur zu Land, auch zu Wasser wird queeres Leben gefeiert: Auf Schiffen schipperte die Community über die Spree.