Waldbrände : 270.000 Menschen fliehen vor Waldbränden in Frankreich und Spanien

Datum25.07.2026 14:58

Quellewww.zeit.de

TLDRExtremere Waldbrände in Frankreich und Spanien zwingen bisher rund 270.000 Menschen zur Flucht. In Südwestfrankreich, insbesondere in der Gironde, sind bereits Flächen von der vierfachen Grösse von Paris verbrannt. Auch nahe Madrid wüten Brände. Hunderte Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen, die in Frankreich einen "historischen Rekord" darstellen. Die Lage bleibt angespannt.

InhaltDie verheerenden Waldbrände in Frankreich und Spanien sind weiter außer Kontrolle. In Südwestfrankreich bedrohen die Flammen auch Vororte von Bordeaux. Wegen der Waldbrände in Frankreich und Spanien haben Behörden nach offiziellen Angaben inzwischen etwa 270.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Laut Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez brannte im südwestlich gelegenen Département Gironde bislang eine Fläche von der vierfachen Größe der Hauptstadt Paris ab. Größte Stadt in dem Département ist Bordeaux. Allein in der Nacht wurden in mehreren Gemeinden im Umland der Großstadt 57.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Auch wegen des Brandes nahe der spanischen Hauptstadt Madrid gibt es trotz verbesserter Löschbedingungen vorerst keine Entwarnung. In beiden Ländern bekämpfen weiter Hunderte Feuerwehrleute die Flammen. Nach Angaben von Innenminister Nuñez flohen im französischen Département Gironde 167.000 Menschen vor dem Feuer, im benachbarten Département Landes etwa 30.000 Menschen. In Spanien brachten sich bisher laut Innenministerium mehr als 70.000 Menschen in Sicherheit. Damit waren in beiden Ländern insgesamt gut 100.000 Menschen mehr von Evakuierungen betroffen als noch am Freitag. In ganz Frankreich sind laut Nuñez mehrere Brände weiter nicht unter Kontrolle. Besonders stark ist nach wie vor der Südwesten betroffen. Aber auch im Département Var im Südosten brennt es. Seit Jahresbeginn vernichteten Brände in Frankreich eine Fläche von der zehnfachen Größe Paris. Nuñez bezeichnete dies als einen "historischen Rekord". Hauptverantwortlich dafür sei das Großfeuer im Département Gironde. Dort versuchen seit Tagen zahlreiche Einsatzkräfte die Flammen zu löschen.  Der Artikel wird weiter aktualisiert.