Datum16.10.2025 08:49
Quellewww.zeit.de
TLDRDer taiwanesische Chip-Hersteller TSMC verzeichnete im dritten Quartal einen Gewinn von 452,3 Milliarden Taiwan-Dollar, das entspricht einem Anstieg von 39 Prozent, und profitiert vom Boom in der Künstlichen Intelligenz. Der Umsatz betrug 989,92 Milliarden Taiwan-Dollar, ein Plus von 30 Prozent im Jahresvergleich. Allerdings bestehen Risiken durch Handelsdruck der USA und geopolitische Spannungen, insbesondere zwischen Washington und Peking. TSMC baut daher Produktionskapazitäten in den USA, Japan und Deutschland aus, um unabhängiger zu werden.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Halbleiter“. Lesen Sie jetzt „Chip-Riese TSMC profitiert vom KI-Boom - Rekordgewinn“. Der taiwanische Chip-Hersteller TSMC hat im dritten Quartal dank des weltweiten Booms bei Künstlicher Intelligenz mehr verdient als erwartet. Der Gewinn stieg um 39 Prozent auf 452,3 Milliarden Taiwan-Dollar (rund 12,7 Milliarden Euro), wie das Unternehmen mitteilte. Es war mehr, als Analysten erwartet hatten. Im dritten Quartal erzielte TSMC einen Umsatz von 989,92 Milliarden Taiwan-Dollar, ein Anstieg von rund 30 Prozent im Jahresvergleich. TSMC profitiert besonders von der hohen Nachfrage nach leistungsstarken Prozessoren, die etwa in den Grafikchips von Nvidia stecken und für KI-Anwendungen wie ChatGPT benötigt werden. Als wichtigster Auftragsfertiger für Konzerne wie Apple und Nvidia gilt TSMC als einer der größten Gewinner der weltweiten KI-Investitionswelle. Zwar laufen die Geschäfte gut, doch Beobachter verweisen auf wachsende Risiken. Der zunehmende Handelsdruck der USA unter Präsident Donald Trump und die geopolitischen Spannungen zwischen Washington und Peking könnten die Branche belasten. Auch drängt Washington darauf, dass mehr Halbleiter in den USA produziert werden. Hinzu kommt die Sorge vor einem möglichen Konflikt zwischen China und Taiwan, der auch strategisch wichtige Werke von TSMC auf der Insel betreffen könnte. Um sich unabhängiger zu machen, baut das Unternehmen derzeit Produktionskapazitäten in den USA, Japan und im sächsischen Dresden auf. Zum Werk in Deutschland sagte TSMC-Chef C.C. Wei bei der Vorlage der Geschäftszahlen, die Bauarbeiten kämen dort gut voran. © dpa-infocom, dpa:251016-930-168261/1