National Museum of American History: Trump will Warnschilder vor missliebigem Museum aufstellen lassen

Datum25.07.2026 08:57

Quellewww.zeit.de

TLDRUS-Präsident Trump plant, vor dem National Museum of American History Warnschilder aufstellen zu lassen. Diese sollen angeblich "ideologische Vereinnahmung" und Falschinformationen in Ausstellungen korrigieren. Trump begründet dies mit einem Untersuchungsbericht, der der Museumsleitung mangelndes Vertrauen in die "ehrliche" Vermittlung der amerikanischen Geschichte ausspricht. Kritiker werfen Trump Geschichtsklitterung und einen Kulturkampf vor, der künstlerische Freiheit und Meinungsfreiheit einschränke.

Inhalt"Die Ausstellungen wurden von Menschen gestaltet, die nicht wollen, dass Sie Ihr Land lieben." So will Donald Trump Besucher vor einem wichtigen Geschichtsmuseum warnen. US-Präsident Donald Trump will Warnschilder vor dem National Museum of American History in Washington aufstellen lassen. Entlang der Wege, die zum Museum führen, sollen die Hinweistafeln angebliche Falschinformationen in Ausstellungen korrigieren, wie aus einer Executive Order Trumps hervorgeht. Damit werde der "ideologischen Vereinnahmung" des Museums entgegengetreten, hieß es zur Begründung. Wann genau die Schilder aufgestellt werden sollen, ging aus der Anordnung nicht hervor. Das National Museum of American History gehört zur Smithsonian Institution, die in Washington zahlreiche Museen betreibt. Zu Trumps Anordnung wollte sich die Einrichtung nicht äußern. Die Trump-Regierung wirft der Smithsonian-Leitung schon länger vor, Ausstellungen zu zeigen, die ideologisch motiviert seien. Trump beruft sich in der neuen Anordnung auf einen von ihm angestoßenen Untersuchungsbericht, der zum Schluss komme, dass man der derzeitigen Leitung nicht vertrauen könne, die Geschichte Amerikas "ehrlich" zu vermitteln. In dem Bericht wird für die Warnschilder folgende Aufschrift vorgeschlagen: "Warnung: Die Ausstellungen in diesem Museum wurden von Menschen gestaltet, die nicht wollen, dass Sie Ihr Land lieben." Kritikerinnen und Kritiker werfen Trump vor, Geschichtsklitterung zu betreiben und mit der Unterdrückung von Wahrheiten über Sklaverei, Diskriminierung von Minderheiten und andere Missstände einen Kulturkampf zu betreiben. Dafür sei er auch bereit, die künstlerische Freiheit und freie Meinungsäußerung einzuschränken. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.