Datum25.07.2026 05:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Nachfrage nach Klimaanlagen in Mecklenburg-Vorpommern ist seit der Hitzewelle im Juni stark gestiegen, besonders bei Split-Geräten. Handwerksbetriebe berichten von einem erhöhten Anfrageaufkommen, mit Lieferzeiten von drei bis sechs Wochen. Mieter benötigen für Außengeräte die Zustimmung des Vermieters. Viele Privatkunden unterschätzen die Installationskosten, weshalb nicht jede Anfrage zum Auftrag wird. Die Nachfrage wird voraussichtlich wieder sinken, wenn die Temperaturen fallen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wohnen“. Lesen Sie jetzt „Hohe Nachfrage nach Klimaanlagen in Mecklenburg-Vorpommern“. Die Nachfrage nach Klimaanlagen in Mecklenburg-Vorpommern ist anhaltend hoch. Sprunghaft zugenommen habe das Interesse nach dem 27. und 28. Juni, teilte die Kreishandwerkerschaft Rostock und Bad Doberan mit, die die Innung für Kälte- und Klimatechnik Mecklenburg-Vorpommern vertritt. "Die Unternehmen berichten von einer deutlich erhöhten Zahl an Anfragen", erklärte die Kreishandwerkerschaft. In Deutschland gab es zwischen dem 18. und dem 28. Juni eine Hitzewelle. In Mecklenburg-Vorpommern wurden in Anklam (Landkreis Vorpommern-Greifswald) am 27. Juni 39,6 Grad gemessen, was der Deutsche Wetterdienst zum Rekord in dem Bundesland erklärte. Hitzewellen sind aufgrund des Klimawandels intensiver und wahrscheinlicher geworden. Die Wartezeit in Mecklenburg-Vorpommern bis zum Einbau einer sogenannten Split-Klimaanlage liegt der Kreishandwerkerschaft zufolge bei etwa drei bis sechs Wochen. Das hätten die Antworten der Fachbetriebe ergeben. Standardgeräte könnten in manchen Fällen innerhalb weniger Tage beschafft werden. Splitgeräte bestehen, anders als die sogenannten Monoblocks, aus zwei Teilen: Über eine Inneneinheit wird Raumluft abgekühlt, über eine Außeneinheit Wärme abgegeben. Die Außeneinheit wird im Außenbereich montiert, weshalb Mieter dafür eine Erlaubnis des Vermieters benötigen. Auffällig ist der Kreishandwerkerschaft zufolge, dass viele Privatkunden für die Planung und die Installation Preise erwarten, die deutlich unter den Kosten liegen. Deshalb führe nicht jede Anfrage zu einem Auftrag. Sven von der Heyde von der Barsch Luft- und Klimatechnik GmbH aus Papendorf bei Rostock sagte, er erwarte eine Normalisierung der Nachfrage, wenn die Temperaturen fielen. Ein solches Auf und Ab wiederhole sich Jahr für Jahr. "Also der Sommer scheint wohl ein ungewöhnliches wettertechnisches Phänomen zu sein", scherzte er. © dpa-infocom, dpa:260725-930-435612/1