«Lochklickern»: Besondere Meisterschaft: Es geht um die Murmel

Datum25.07.2026 05:00

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Deutsche Murmelmeisterschaft in Hatten versammelt 32 Teams aus ganz Deutschland. Ziel ist es, die letzte Murmel einzulochen und so Punkte zu sammeln. Das Spiel, dessen Ursprünge im alten Ägypten liegen, wird seit 30 Jahren als Wettkampfsport ausgetragen. Auf Sandplätzen treten je vier Spieler gegeneinander an, wobei der Spieler, der die letzte Murmel versenkt, den Punkt erhält. Wer zuerst neun Punkte erreicht, gewinnt. Neben dem Titelverteidiger gelten mehrere Vereine als Favoriten.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „"Lochklickern"“. Lesen Sie jetzt „Besondere Meisterschaft: Es geht um die Murmel“. Sie reisen aus ganz Deutschland an und ringen um den Sieg: Bei der Deutschen Murmelmeisterschaft in Hatten (Landkreis Oldenburg) wird heute geworfen, gestoßen und geklickert, was das Zeug hält. 32 Mannschaften treten gegeneinander an und versuchen, die letzte Murmel auf dem Spielfeld einzulochen. Wer Murmeln für ein schnödes Kinderspiel hält, irrt laut den Veranstaltern gewaltig. Die Geschichte des runden Kugelspaßes reicht demnach bis ins alte Ägypten und ins Römische Reich zurück. Selbst Kaiser Augustus soll ein passionierter Murmelspieler gewesen sein.  Seit 30 Jahren wird das Kuhlemurmeln in Deutschland offiziell als Wettkampfsport ausgetragen. Nur einmal fiel die Meisterschaft pandemiebedingt aus. Auf drei mal sechs Meter großen Sandplätzen - optisch so etwas wie eine Mischung aus Miniatur-Tenniscourt und Zen-Garten - spielen vier Spieler pro Team gegeneinander. Jeder Spieler hat drei Murmeln aus Glas und Keramik, die abwechselnd aufs Loch geworfen werden. Ziel ist, alle Murmeln einlochen.  Aber Achtung: Entscheidend ist nicht, wer zuerst wirft, sondern wer die letzte Murmel versenkt. Dieser Spieler gewinnt den Punkt. Wer zuerst neun Punkte hat, gewinnt das Spiel. Da jeder gegen jeden antritt, können pro Match bis zu 16 Einzelspiele ausgetragen werden. Die Vorrunde läuft in acht Gruppen, danach geht es ins K.o.-System wie beim Fußball.  Wer holt sich dieses Jahr den Sieg? "Die Turniere werden von Jahr zu Jahr stärker und spannender, es ist also schwer, den einen Favoriten hervorzuheben", sagt Oliver Henkes vom 1. Murmelspielclub Ludwigshafen-Friesenheim. Titelverteidiger ist die Kasseler Sportvereinigung Auedamm. Als heiße Anwärter gelten auch der 1. Södeler Klickerverein, der 1. Kirchener Klickerverein als ältester Murmelverein Deutschlands, der SV Jennelt-Uttum sowie der ASV Weisenheim am Sand. Und nicht zu vergessen: Ausrichter SV Murmel 011 mit dem nicht zu unterschätzenden Heimvorteil. © dpa-infocom, dpa:260725-930-435618/1