Starship: Riesenrakete von Elon Musk besteht 13. Testflug weitgehend nach Plan

Datum25.07.2026 04:27

Quellewww.spiegel.de

TLDRDas Starship von Elon Musk hat seinen 13. Testflug weitgehend erfolgreich absolviert. Die obere Raketenstufe stürzte kontrolliert in den Indischen Ozean, die untere Raketenstufe ins Meer nahe des Startplatzes. Simuliert wurde auch das Aussetzen von Starlink-Satelliten. Starship ist das größte je gebaute Raketensystem und soll für Mond- und Marsmissionen genutzt werden.

InhaltMit seiner Riesen-Rakete will Elon Musk zum Mars. Zwölf Tests gab es bereits, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Ein weiterer musste beim ersten Versuch abgebrochen werden - aber klappte nun. Das größte jemals gebaute Raketensystem der Raumfahrtgeschichte hat seinen 13. Testflug weitgehend nach Plan absolviert. Das vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX von Techmilliardär Elon Musk entwickelte "Starship" startete vom Weltraumbahnhof des Unternehmens im US-Bundesstaat Texas und flog eine Weile unbemannt durch das Weltall. Die obere Raketenstufe stürzte dann rund eine Stunde später wie geplant kontrolliert in den Indischen Ozean. Die untere Raketenstufe war bereits kurz nach dem Start planmäßig ins Meer in der Nähe des Startplatzes gestürzt. Auch das Aussetzen von Satelliten wurde wieder simuliert. Dieses Mal handelte es sich um 20 funktionierende "Starlink"-Internet-Satelliten, die allerdings wie geplant kurz nach dem Aussetzen in der Atmosphäre verglühten. Der 13. Testflug hätte eigentlich bereits vor rund einer Woche stattfinden sollen, musste dann aber kurz vor dem Start abgebrochen worden, weil einige Triebwerke nicht zündeten. Anschließend gab es noch eine weitere wetterbedingte Verschiebung. Zum zweiten Mal kam bei diesem Test die "Version 3" des "Starship" zum Einsatz. Dabei handelt es sich nach Angaben des Unternehmens um eine unter anderem im Hinblick auf Design und Leistungsfähigkeit komplett überarbeitete Version der Riesen-Rakete. Das Raketensystem "Starship" ist größer als die Freiheitsstatue in New York. Es besteht aus zwei Teilen, die sich nach dem Start trennen: dem etwa 70 Meter langen Booster Super Heavy und der – ebenfalls Starship genannten – oberen Stufe, die rund 50 Meter misst. Beide Teile sind so konzipiert, dass sie nach der Rückkehr zur Erde wiederverwendet werden können. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will mit dem "Starship" Astronauten zum Mond schicken, während SpaceX zudem das Ziel verfolgt, eines Tages den Mars zu erreichen. Erstmals war das Raketensystem im April 2023 getestet worden – und damals nach wenigen Minuten komplett explodiert. Bei weiteren Tests erreichte die obere Stufe das All und landete auch schon kontrolliert im Indischen Ozean. Mehrere Testflüge waren allerdings auch bereits deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. SpaceX hatte vor Kurzem den bislang größten Börsengang hingelegt, zuletzt war die Aktie allerdings unter den Ausgabepreis gefallen.