Datum24.07.2026 22:51
Quellewww.spiegel.de
TLDRAltkanzleramtschef Altmaier zeigte sich "betroffen und wütend" über den Umgang mit Verkehrsminister Schnieder, der offenbar entlassen werden sollte. Der Ersatzkandidat zog seine Zusage kurzfristig zurück. Altmaier lobte Schnieders Erfahrung und Leistung und kritisierte, dass dieser nicht gerecht behandelt werde. Auch Gordon Schnieder, Ministerpräsident und Bruder des Ministers, teilte Altmaiers Beitrag. Hintergrund ist eine gescheiterte Ministerumbesetzung nach einer internen SMS Schnieders, die seine Ablösung verkündete. Die Absage des Nachfolgers begründeten Koalitionskreise mit fachlichen Gründen.
InhaltVerkehrsminister Patrick Schnieder sollte offenbar entlassen werden, doch dann sprang der Ersatz ab. Ex-Kanzleramtschef Altmaier hat das Hin und Her scharf kritisiert. Auch Schnieders Bruder Gordon, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, reagierte. Die Hängepartie um den Posten des Verkehrsministers ist bei CDU-Politiker Peter Altmaier auf starke Kritik gestoßen. Er kenne und schätze den offenbar vor der Ablösung stehenden Verkehrsminister Patrick Schnieder seit anderthalb Jahrzehnten, schrieb Altmaier auf X. "Er ist ein erfahrener Fachmann, harter Arbeiter und großartiger Mensch & Freund. Der Umgang mit ihm macht mich betroffen & wütend", fügte der frühere Kanzleramtschef unter Regierungschefin Angela Merkel hinzu. Das Vorgehen werde weder seiner Person noch seiner Leistung gerecht. Gordon Schnieder, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Patrick Schnieders Bruder, teilte den Beitrag. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Hintergrund ist eine missglückte Umbesetzung im Verkehrsministerium. Schnieder hatte sich bereits von einzelnen Bundestagsabgeordneten in einer SMS verabschiedet, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. "Der Bundeskanzler hat mir gestern am späten Nachmittag mitgeteilt, dass er mich als Verkehrsminister entlassen wird. Heute Morgen um 9.00 Uhr wird er dies u. a. in einer Pressekonferenz öffentlich machen", heißt es darin. Doch dazu kam es nicht. Der als Nachfolger vorgesehene CDU-Finanzexperte Fritz Güntzler sagte Merz am Donnerstagabend erst zu, am nächsten Morgen dann aber aus fachlichen Gründen wieder ab. "Ein Torwart sollte nicht Linksaußen spielen", hieß es dazu aus Koalitionskreisen.