Datum24.07.2026 18:11
Quellewww.spiegel.de
TLDREin 19-Jähriger wurde in Kaiserslautern wegen Totschlags und versuchten Totschlags zu neun Jahren Haft verurteilt. Er stach im Februar zwei Männer nieder, einen tötete er, der andere wurde lebensgefährlich verletzt. Auslöser waren offenbar Drogengeschäfte. Der Angeklagte wurde zusätzlich wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung verurteilt. Eine psychische Störung wurde nicht festgestellt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
InhaltOffenbar im Drogenstreit stach ein 19-Jähriger in Kaiserslauterns Innenstadt auf zwei Männer ein. Einer starb, der andere wurde lebensgefährlich verletzt. Jetzt ist das Urteil gefallen. Das Landgericht Kaiserslautern hat einen 19-Jährigen wegen Totschlags und versuchten Totschlags zu neun Jahren Haft verurteilt. Im Februar hatte der junge Mann zwei Männer in der Innenstadt von Kaiserslautern mit einem Messer angegriffen. Der Täter stach einem 22-Jährigen zweimal in den Rücken und traf eine Hauptschlagader. Trotz intensivmedizinischer Hilfe starb der Verletzte. Ein 20-Jähriger wurde lebensgefährlich verletzt. Hintergrund des Streits waren offenbar Drogengeschäfte. Bei der Festnahme wehrte sich der Angeklagte demnach körperlich und beleidigte Polizisten. Wie ein Justizsprecher der Nachrichtenagentur dpa sagte, verurteilte die 1. Große Jugendstrafkammer den Angeklagten deswegen auch wegen gefährlicher Körperverletzung und wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte in Tateinheit mit Beleidigung in zwei Fällen. Der Justizsprecher sprach von einer Einheitsjugendstrafe, damit ist gemeint, dass Jugendliche für mehrere Straftaten nur eine Strafe erhalten. Laut dem SWR stellte eine Psychiaterin keine psychische Störung und keine verminderte Schuldfähigkeit fest. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.