Warenhäuser: Galeria in Potsdam gefährdet - OB sucht Kontakt zu Warenhaus

Datum24.07.2026 15:26

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Galeria-Filiale in Potsdam, die einzige in Brandenburg, ist von einer drohenden Schließung betroffen. Oberbürgermeisterin Noosha Aubel steht im Austausch mit der Geschäftsführung, um den Standort zu erhalten. Galeria prüft 33 von 83 Filialen auf Rentabilität, was Verhandlungen mit Vermietern einschließt. Die Kette kämpft mit finanziellen Problemen, unter anderem durch die Insolvenz des Mutterkonzerns Signa, und wechselte kürzlich den Eigentümer. Der Deutsche Städtetag fordert die Einbindung der Kommunen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Warenhäuser“. Lesen Sie jetzt „Galeria in Potsdam gefährdet - OB sucht Kontakt zu Warenhaus“. Die einzige Galeria-Filiale in Brandenburg wackelt: Weil dem Kaufhaus in Potsdams Innenstadt die Schließung droht, hat sich auch Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (parteilos) eingeschaltet. Sie stehe im persönlichen Austausch mit der Geschäftsführerin des Standortes und der Firmenzentrale, teilte die Stadt mit. "Galeria ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Einzelhandels in Potsdam und trägt auch dazu bei, dass die Innenstadt für Potsdamerinnen und Potsdamer sowie Gäste gleichermaßen attraktiv bleibt", hieß es in einem schriftlichen Statement der Oberbürgermeisterin. Die Warenhauskette Galeria hatte am Mittwoch angekündigt, 33 der 83 Standorte auf ihre Rentabilität zu prüfen und möglicherweise zu schließen. Unter anderem wolle der Konzern mit Vermietern über Mietkonditionen und Flächenanpassungen verhandeln. Der Deutsche Städtetag fordert vom Unternehmen, die betroffenen Kommunen in die Gespräche zur Zukunft der Filialen einzubinden. Bereits vor Jahren gab es eine Schließungsliste. Im Sommer 2024 hatte es dann zum Standort in Potsdam geheißen, aufgrund eines nachträglichen Angebotes des Vermieters sei es gelungen, eine wirtschaftlich tragfähige Lösung zu finden. Der Konzern, der rund 12.000 Menschen beschäftigt, hatte Anfang 2024 zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren Insolvenz angemeldet. Grund dafür war unter anderem die finanzielle Schieflage des Mutterkonzerns Signa. Im Sommer 2024 wurden neun Standorte geschlossen. Seitdem gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz. © dpa-infocom, dpa:260724-930-433531/1