Datum24.07.2026 15:30
Quellewww.spiegel.de
TLDRIn Stuttgart stach ein Mann auf seine Ehefrau ein und zündete sie an, nachdem ihm ein Annäherungsverbot erteilt worden war. Der 54-jährige Ehemann wurde nach einer Fahndung festgenommen und sitzt wegen versuchten Mordes in Haft. Die 47-jährige Frau ist lebensgefährlich verletzt. Der Vorfall ereignete sich am Arbeitsplatz der Frau in einem Einkaufszentrum.
InhaltEin Mann sucht die Ehefrau an ihrem Arbeitsplatz auf, obwohl gegen ihn nach einem früheren Vorfall ein Kontakt- und Annäherungsverbot verhängt worden war. Dann sticht er auf sie ein und zündet sie an. Im Fall der in einem Stuttgarter Einkaufszentrum lebensgefährlich verletzten Frau wurde der tatverdächtige Mann einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes, berichtet das Polizeipräsidium Stuttgart in einer Mitteilung. Der Tatverdächtige hat nach Angaben der Polizei zunächst auf die 47-Jährige eingestochen und sie dann angezündet. Zeugen hätten die Frau mit einem Feuerlöscher gelöscht, heißt es in der Mitteilung weiter. Der Gesundheitszustand der Frau sei demnach weiterhin kritisch. Tatverdächtig ist ihr 54 Jahre alter Ehemann. Den Angaben zufolge ist er wegen kleinerer Delikte polizeibekannt, er soll zuletzt getrennt von seiner Frau gelebt haben. Bereits Mitte Juni sei es zu einem Vorfall von Partnerschaftsgewalt gekommen, bei dem die Frau leicht verletzt worden sei. Im Anschluss sei ihm laut Polizeiangaben ein Kontakt- und Annäherungsverbot nach dem Gewaltschutzgesetz verhängt worden, wonach er sich unter anderem weder der Frau noch ihrer Arbeitsstelle hätte nähern dürfen. Die Frau arbeitet den Angaben nach in einem Geschäft des Einkaufszentrums. Der Mann soll sie am Donnerstag kurz nach Öffnung des Einkaufszentrums an ihrem Arbeitsplatz aufgesucht und angegriffen haben. Der Tatverdächtige war zunächst flüchtig. Er wurde nicht, wie ursprünglich von der Polizei berichtet, im Stuttgarter Stadtteil Heumaden festgenommen, sondern in einem Waldgebiet in Sillenbuch. Die Polizei fahndete knapp zwei Stunden nach dem Flüchtigen, auch mit einem Hubschrauber. Reisenden in einer Stadtbahn fiel der Tatverdächtige auf, sie riefen die Polizei. Das Einkaufszentrum liegt wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt. Nach der Tat wurde es geräumt und teilweise abgeriegelt. Später nahm es wieder den Betrieb auf. In der "Stuttgarter Zeitung" berichtet eine Augenzeugin , im Untergeschoss habe kurzzeitig "alles unter Rauch" gestanden. Insgesamt sei "die Aufregung sehr, sehr groß" gewesen, auch Kinder sollen sich in der Nähe des Angriffs aufgehalten haben.