Invasiver Schädling: Kampf gegen Japankäfer: Trebur verbrennt Pflanzenabfälle

Datum24.07.2026 13:33

Quellewww.zeit.de

TLDRUm den invasiven Japankäfer zu bekämpfen, erlaubt das Regierungspräsidium Darmstadt erstmals in Hessen die Verbrennung von Pflanzenabfällen in Trebur. Die Gemeinde hatte im Juni und Sommer 2025 Japankäfer entdeckt, was zur Einrichtung einer Sperrzone führte. Die Verbrennung erfolgt unter Aufsicht der Feuerwehr, um die Ausbreitung des Käfers zu verhindern, der über 400 Pflanzenarten schädigen kann.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Invasiver Schädling“. Lesen Sie jetzt „Kampf gegen Japankäfer: Trebur verbrennt Pflanzenabfälle“. Zur Bekämpfung des Japankäfers dürfen nach Behördenangaben zum ersten Mal in Hessen Grünabfälle verbrannt werden. Es handle sich um eine Ausnahmezulassung für die Gemeinde Trebur, teilte das Regierungspräsidium (RP) in Darmstadt mit.  Dort waren laut früherer Mitteilung des RP Gießen im Juni fünf Japankäfer gefunden worden, im Sommer 2025 waren es sieben gewesen. Es wurde eine Zone eingerichtet, in der unter anderem die Ausfuhr von Grünschnitt und das Bewässern von Rasenflächen verboten wurde. Die Verbrennung der pflanzlichen Abfälle erfolgt nun zu festgelegten Zeiten unter Aufsicht der Feuerwehr auf einer freien Fläche am Wertstoffhof. Die invasive Käferart besitzt laut Regierungspräsidium Gießen ein enormes Schadenspotenzial, der Schädling sei ein Risiko für landwirtschaftliche Betriebe, Gartenbaubetriebe, Parks, Sportplätze und Privatgärten. Erwachsene Tiere fressen Blätter, Früchte und Blüten. Insgesamt stehen mehr als 400 Pflanzen auf ihrem Speiseplan, darunter Obstbäume, Mais und Weinreben.  Die Japankäfer sind vor allem zwischen Juni und September unterwegs. Sie sind rund einen Zentimeter groß, haben einen metallisch glänzenden, grünen Kopf, braune Flügel und am Hinterleib fünf weiße Haarbüschel. © dpa-infocom, dpa:260724-930-432478/1