Datum24.07.2026 13:39
Quellewww.zeit.de
TLDRNordrhein-Westfalen investiert
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Klimakrise“. Lesen Sie jetzt „Geld für grüne Schulhöfe und klimafreundliche Sanierungen“. Angesichts von Extremhitze und Trockenheit investiert die nordrhein-westfälische Landesregierung in weitere Maßnahmen zur Vorsorge und zum Klimaschutz. So sollen 1.000 Schulhöfe und 1.000 Kitas mit je 50.000 Euro Landesförderung klimaresilient gestaltet werden, sagte Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne). Die Schulen und Kitas sollten zum Beispiel begrünt, entsiegelt und verschattet werden. Insgesamt 13 Klimaschutz- und Vorsorgemaßnahmen stellte die stellvertretende Ministerpräsidentin vor, den denen fünf allerdings bereits beschlossen wurden oder jetzt mit neuem Geld ausgestattet wird. Neu ist ein Zuschuss in Höhe von 25 Prozent zum Deutschlandticket für alle Landesbeschäftigten ab 2027, womit Anreize für den Umstieg auf Bus und Bahn geschaffen werden sollen. Dafür werden laut Neubaur rund 24 Millionen Euro investiert. Mit zusätzlich 25 Millionen Euro sollen dieses und nächstes Jahr der Ausbau der Ladeinfrastruktur für elektrisch betriebene Lastwagen sowie Ladepunkte an Mehrfamilienhäusern gefördert werden. Damit soll klimafreundliche Mobilität auch für Mieterinnen und Mieter alltagstauglicher werden. Der Schwerpunkt der Klima-Maßnahmen liegt auf den Landesliegeschaften. Hier sollen notwendige Sanierungen in Bestandsimmobilien vorangetrieben werden. Insgesamt fließen nach Angaben Neubaurs in die neuen Maßnahmen rund eine Milliarde Euro Bundes- und Landesmittel. "Die Klimaerwärmung, die Erderwärmung findet statt, und zwar mitten in Nordrhein-Westfalen", sagte Neubaur. "Hitze, Starkregen oder Trockenheit sind bei uns in NRW angekommen." Von der Opposition kam Kritik an dem als "Zukunftsoffensive NRW" betitelten Landesplan. Eine umfassende Klimaanpassungsoffensive für Kommunen, Unternehmen und Bürger sei das noch lange nicht, bemängelte SPD-Fraktionschef Jochen Ott. Ein Lerneffekt aus der jüngsten Hitzewelle sei nicht zu erkennen: "Solange klare Zeitpläne, Zuständigkeiten und eine verlässliche Finanzierung fehlen, bleiben die angekündigten Maßnahmen heiße Luft - und davon gibt es absehbar schon genug." © dpa-infocom, dpa:260724-930-432512/1