Datum24.07.2026 13:40
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Urteil wegen Mordes am Buxtehuder Baggersee ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof bestätigte die lebenslange Haftstrafe für den Angeklagten, der 2002 in Folge eines Streits sein Opfer heimtückisch erschoss. Ein Geständnis im Jahr 2023 brachte den "Cold Case" ins Rollen, auch wenn der Angeklagte es später widerrief. Gegen mutmaßliche Komplizen läuft ein separates Verfahren.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Prozesse“. Lesen Sie jetzt „Mord an Buxtehuder Baggersee: Urteil ist rechtskräftig“. Das mehr als 20 Jahre nach einem Mord in Buxtehude vom Landgericht Stade gesprochene Urteil ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte die verhängte lebenslange Freiheitsstrafe für den Angeklagten, wie eine Sprecherin des Landgerichts mitteilte. Der bei der Verurteilung im Oktober 2025 43-Jährige erschoss demnach das 27 Jahre alte Opfer heimtückisch. Die Tat ereignete sich im Jahr 2002, nachdem es bei einem gemeinsamen Grillabend zum Streit gekommen war. Drei Männer sollen das alkoholisierte Opfer in die Nähe eines Baggersees gelockt haben. Dort wartete der nun rechtskräftig Verurteilte und schoss mit einer Schrotflinte dreimal auf das Opfer. Bereits der erste Schuss war tödlich. Der Fall hatte als sogenannter Cold Case bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Den Prozess ins Rollen gebracht hatte 20 Jahre nach der Tat ein Geständnis des Verurteilten im Jahr 2023 bei der Polizei. Zuvor hatten die Beweise für eine Anklage nicht ausgereicht, obwohl die vier Verdächtigen früh feststanden. Später zog der Angeklagte sein Geständnis zurück. Gegen das Urteil legte er Revision ein, die vom BGH nun verworfen wurde. Gegen die drei mutmaßlichen Komplizen wird in einem weiteren Verfahren verhandelt, das bisher nicht abgeschlossen ist. © dpa-infocom, dpa:260724-930-432533/1