Datum24.07.2026 12:31
Quellewww.zeit.de
TLDRDie EU-Kommission wirft TikTok unzureichenden Kinderschutz vor, da Minderjährige öffentlich zugängliche Profile anlegen können. Dies birgt Risiken wie Cybermobbing und ausbeuterisches Verhalten. Die Kommission fordert Anpassungen der Privatsphäre-Einstellungen. TikTok verteidigt seine Sicherheitsmaßnahmen, die von Experten entwickelt wurden. Die Untersuchung im Rahmen des Digital Services Act könnte bei Bestätigung der Vorwürfe zu hohen Bußgeldern für TikTok führen.
InhaltMinderjährige können auf TikTok ein öffentlich zugängliches Profil anlegen. Die EU-Kommission kritisiert das als Einfallstor für Cybermobbing und fordert besseren Schutz. Die EU-Kommission hat der chinesischen Videoplattform TikTok unzureichenden Schutz seiner minderjährigen Nutzerinnen und Nutzer vorgeworfen. Die Möglichkeit für Kinder und Jugendliche, ein öffentlich zugängliches Profil auf der Plattform zu erstellen, könne zu "unerwünschten Kontaktaufnahmen, Cybermobbing oder ausbeuterischem Verhalten" führen, erklärte die Kommission. Sie forderte TikTok auf, die Einstellungen so anzupassen, dass die von Minderjährigen geteilten Inhalte nicht für alle Welt sichtbar sind. TikTok verteidigte die Einstellungen auf der Plattform als ausreichend. So verfügten Jugendkonten "über mehr als 50 voreingestellte Datenschutz- und Sicherheitsfunktionen, die unter Einbeziehung von Expertinnen und Experten entwickelt wurden", sagte eine Sprecherin. Man gehöre zudem zu den wenigen Plattformen, auf denen jüngere Teenager keine Direktnachrichten nutzen könnten. Bei den nun veröffentlichten Erkenntnissen der EU-Kommission handelt es sich um vorläufige Ergebnisse einer im Februar 2024 begonnene Untersuchung unter dem "Digital Services Act". Sollten diese sich bestätigen, könnte dies eine Geldbuße von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes von TikTok zur Folge haben. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.