Küstenschutz an der Ostsee: Land unterstützt modernen Küstenschutz an der Ostsee

Datum24.07.2026 10:46

Quellewww.zeit.de

TLDRSchleswig-Holstein investiert in modernen Küstenschutz an der Ostsee. In Behrensdorf wird ein neuer Klimadeich gebaut, der das Land vor Sturmfluten schützt und dem Meer bei erhöhtem Wasserstand Raum gibt. Dieser rückwärtige Deich, unterstützt durch ein Schöpfwerk, gewährt Schutz auch bei einem Meter Meeresspiegelanstieg. Das Land fördert das Projekt mit 342.000 Euro. Die Maßnahme soll zudem ökologische Vorteile für das nahegelegene Naturschutzgebiet bringen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Küstenschutz an der Ostsee“. Lesen Sie jetzt „Land unterstützt modernen Küstenschutz an der Ostsee“. Schleswig-Holstein bereitet sich beim Küstenschutz weiter auf die Folgen des Klimawandels vor. In Behrensdorf im Kreis Plön soll künftig ein sogenannter Klimadeich das Land und die Menschen vor Sturmfluten der Ostsee schützen. Dazu wird nicht der bestehende Deich an der Küstenlinie verstärkt, sondern ein neuer rückwärtiger Landesschutzdeich gebaut, der dem Meer bei erhöhten Wasserständen Raum gibt. Außerdem soll ein Schöpfwerk gebaut werden. Umwelt-Staatssekretärin Katja Günther (Grüne) übergab einen Förderbescheid in Höhe von 342.000 Euro an den Deichverband. Das Geld stammt aus dem schuldenfinanzierten Sondervermögen des Bundes "Infrastruktur und Klimaneutralität". Das Land übernimmt die Zuständigkeit für den Küstenschutz im Bereich Behrensdorf, sobald der Deich fertiggestellt ist. Während der schweren Ostseesturmflut von Oktober 2023 hatte der Regionaldeich in Behrensdorf zwar gehalten. Auch vor dem Hintergrund des steigenden Meeresspiegels scheine ein Deichbruch nach Einschätzung des Umweltministeriums allerdings nur eine Frage der Zeit zu sein. In so einem Fall wären fast 70 Menschen akut gefährdet.  Ein Klimadeich ist so konzipiert, dass er auch bei einem um einen Meter gestiegenen Meeresspiegel noch ausreichend Schutz gewährt. Besondere Schutzwirkung erhält der Deich durch seine Lage hinter einem Binnensee. Es entsteht neues Vorland, das Sturmwellen abschwächt. Das Naturschutzgebiet "Kleiner Binnensee und angrenzende Salzwiesen" wird nach Günthers Überzeugung von der Maßnahme profitieren. "Dieses Gebiet kann sich nach dem Bau des landeinwärts liegenden Klimadeiches wieder natürlich entwickeln und wird damit ökologisch aufgewertet." © dpa-infocom, dpa:260724-930-431282/1