Datum24.07.2026 10:10
Quellewww.spiegel.de
TLDRDer Artikel stellt Brettspiele für den Sommer vor, darunter "Duell um Cardia" (Kartenspiel für zwei), "Strandgut" (Holzscheiben-Spiel für Strandnutzung) und "Pfadsucher" (Legespiel). Weitere Spiele wie "Meteo", "Mino Dice", "Book of Dungeon" und "Pool" werden kurz angerissen. Fokus liegt auf kompakter Größe, schnellem Spielprinzip und abwechslungsreicher Unterhaltung für verschiedene Spielertypen auf Reisen.
InhaltIst die Reisetasche auch noch so klein, ein Brettspiel passt sicher zwischen Sonnencreme und Wanderschuhe. Wir hätten ein paar Ideen. Immer nur am Strand zu liegen, wird meist irgendwann langweilig. Für die nötige Abwechslung – und vor allem für den Spaß! – haben wir acht Brett-, Würfel- und Kartenspiele zusammengestellt: für Blitzmerker, Tüftlerinnen, Möchtegern-Elfen und Schönwetterfrösche. Was machen wir? Wir holen Oma Hilde vom Flughafen ab. Nach einer ausgedehnten Reise hat sie nicht nur ihre zahlreichen Koffer, sondern auch die absurdesten Souvenirs mitgebracht. Die müssen wir jetzt in der richtigen Reihenfolge vom Laufband bekommen. Vielleicht besser erst das Krokodil und dann das Einhorn? In dem kurzweiligen Kartenspiel versuchen wir, die eintrudelnden Gepäckstücke nach Farbe und Größe in unsere Auslage einzusortieren, damit wir so am Ende die meisten Punkte ergattern. Wer packt das ein? Kartenspielfreunde mit einem Hang zum gemütlichen Tüfteln schaffen für Oma Hildes Chaosgepäck noch ein bisschen Platz im Reisekoffer. Eine Runde ist schnell gespielt, Oma kann also direkt noch mal losfliegen. Amigo; 2 bis 4 Spieler:innen; ab 8 Jahren; Autor: Christian Kudahl Was machen wir? Urlaub ist oft mit Wartezeiten verbunden. Warten auf den Zug, die Gepäckausgabe oder auf besseres Wetter. Auch dem Minotaurus in seinem Labyrinth ist langweilig, also startet er einen Würfelwettkampf mit seinen Nachbarn, um sich die Zeit zu vertreiben. Aus einem Würfelbeutel ziehen alle geheim eine bestimmte Anzahl Würfel und verstecken diese hinter dem eigenen Sichtschirm. Würfel gibt es in sieben verschiedenen Farben, mit unterschiedlicher Stärke und Funktion. In jeder Runde sagen alle an, wie viele Stiche sie gewinnen wollen. Danach werden so lange Würfel ausgespielt und Stiche verteilt, bis der Würfelvorrat leer ist. Wer mit der eigenen Einschätzung richtig lag, sammelt Punkte, am Ende siegt, wer die meisten hat. Wer packt das ein? Mit einer Runde "Mino Dice" vertreiben sich Glückswürfler und Stichspielfans gern kurze Wartezeiten. Iello; 2 bis 6 Spieler:innen; ab 8 Jahren; Autor: Manfred Reindl Was machen wir? Der nächste Ausflug im Urlaub steht und fällt mit der richtigen Wettervorhersage. Da kommt eine Runde "Meteo" ganz gelegen. Vor Spielbeginn werden sechs Wetterkarten ausgelegt, diesen werden sechs Farbkarten zufällig und verdeckt zugeordnet. Auf den Wetterkarten sind unterschiedliche Plus- oder Minuspunkte abgebildet, auf den verdeckten Farbkarten eine der sechs Farben, die im Spiel sind. Ab jetzt wird eine farbige Himmelskarte nach der anderen aufgedeckt, bis jemand sagt, dass er oder sie nun in den Urlaub fahren will. Diese Person darf alle aufgedeckten Himmelskarten einsammeln und sich eine der geheimen Farbkarten anschauen. Dann werden neue Karten aufgedeckt. Ist der Stapel mit den farbigen Himmelskarten leer, wird das Geheimnis der Wetterkarten gelüftet und alle sehen, welche der gesammelten Farbkarten Plus- oder Minuspunkte bringen. Wer jetzt die meisten Punkte hat, gewinnt die Wettervorhersage. Wer packt das ein? Kleine Zocker und gute Beobachterinnen haben gute Karten bei "Meteo". Hier gewinnt, wer auch die übrigen Meteorologinnen und Wetterfrösche im Auge behält. Wem das kleine Format des Spiels zusagt, sollte sich auch die anderen Spiele der Reihe anschauen, dann kann man im Urlaub auch Pinguine anlocken oder mit Schafen die "Wool Street" erobern. Huch!; 2 bis 5 Spieler:innen; ab 8 Jahren; Autor: Tobia Botta Was machen wir? In "Book of Dungeon" braucht es nicht viel für ein Abenteuer – nur das Buch und einen Bleistift und schon kann es losgehen. Wer hat, nimmt einen sechsseitigen Würfel, wer den gerade nicht zur Hand hat, kann zufällig eine Buchseite aufschlagen, denn in den Ecken der Buchseiten sind zufällig Zahlen von eins bis sechs eingetragen. Auf jeder Doppelseite des Buches gibt es einen neuen Dungeon zum Erobern. Gemeinsam haben alle, dass wir darin einen Weg zum kostbaren Ring finden müssen und dabei gegen Goblins, Trolle, Zombies und andere ungemütliche Monster kämpfen müssen. Wer packt das ein? Die hundert Dungeons sind nicht nur was für regnerische Urlaubstage. Wer gern in die Rolle einer Elfe, eines Ogers oder eines Zwerges schlüpfen möchte und vom Sofa aus gemütlich auf Abenteuerreise aufbrechen will, ist hier genau richtig. Gunpowder Studios; 1 Spieler; ab 7 Jahren Was machen wir? So ein Wandertag muss gut geplant werden. Welche Route passt denn heute am besten zu unseren Karten? Vielleicht lieber die Kajak-Tour, die vielen Wasserkarten sind ein guter Start. Das kompakte Legespiel geht über vier Runden, in denen wir mit einem Stapel Wegekarten versuchen, die besten Routen zu den passenden Lagern zu legen. Wer herbei die meisten Punkte sammelt, gewinnt die Partie. Neben dem Ziel, abgeschlossene Pfade zu legen, gibt es auch noch verschiedene Spielziele, mit denen man punkten kann. Wem das dann immer noch zu wenig komplex ist, der spielt mit der Tiererweiterung, dann wird man sehr schnell zur Planungsexpertin. Wer packt das ein? Routenplanerinnen mit Spaß am gegenseitigen Ärgern hängen sich das Spiel noch mit dem Karabinerhaken an den Rucksack. Neben der im Spiel enthaltenen Tiererweiterung macht auch der Solomodus Spaß. Schwerkraft; 1 – 4 Spieler:innen; ab 14 Jahren; Autor: Ryan Courtney Was machen wir? Kein Sommerurlaub ohne Schwimmbadbesuch. Wir nehmen gleich eine ganze Ladung bunter Würfel mit, dann wird’s noch unterhaltsamer. Zunächst bauen wir schnell unseren Pool aus der Spielbox zusammen und legen die Würfel ins Becken. Zwölf Stück gibt’s davon, je zwei in einer Farbe. Passend dazu bekommen alle einen Spielbogen. Nun kommt der Deckel auf unser schönes Würfelschwimmbecken und es wird einmal kräftig geschüttelt. Jetzt dürfen alle einen ganz kurzen Blick auf die Würfelergebnisse werfen, bevor das Becken sofort wieder abgedeckt wird. Wer jetzt schnell genug war, kreuzt auf seinem Spielbogen das hoffentlich punktereichste Kästchen an. Waren das nicht zwei Sechsen bei den beiden blauen Würfeln oder waren es doch die weißen? Oder soll ich lieber die Pasche zählen oder alle Würfel mit kleinen Zahlen? Wer nach zwölf Runden die meisten Punkte hat, gewinnt den Pool-Wettbewerb. Wer packt das ein? Schnellgucker und Blitzmerker packen hier den Pool ins Reisegepäck. Das Spiel geht schnell, ist superleicht erklärt und eignet sich hervorragend für die kleine Pause zwischendurch. Pegasus; 2 bis 5 Spieler:innen; ab 8 Jahren; Autoren: Christoph Cantzler und Torsten Marold Was machen wir? Wer sich im Urlaub gar nicht einigen kann, wohin der Tagesausflug gehen soll oder was es zum Abendessen geben wird, der spielt am besten schnell eine Runde "Duell um Cardia". Beide Duellanten bekommen einen identischen Kartensatz mit je 16 Karten. Nachdem diese Karten gemischt wurden, nimmt jeder fünf davon auf die Hand. Pro Runde wird genau eine Karte gespielt, die höhere gewinnt. Klingt erst mal einfach und ja, fast schon langweilig. Wäre es auch, wenn der Verlierer des Duells jetzt nicht die Aktion auf seiner ausgespielten Karte ausführen dürfte. Ziel des Spiels ist es, fünf Siegel zu erspielen. Dabei können die einmal gewonnenen Trophäen aber auch ratzfatz wieder die Besitzer wechseln. Wer packt das ein? Das Kartenspiel mit den doppelten Funktionen auf jeder Karte ist schnell erklärt und schnell gespielt. Hat man das Grundprinzip raus und möchte Abwechslung, dann schnappt man sich einen der beiden anderen Kartensätze mit mehr Komplexität. Hans im Glück; 2 (4) Spieler:innen; ab 9 Jahren; Autoren: Mathieu Rivero und Faouzi Boughida Am Strand eignen sich viele Spiele nicht so gut. Die Karten fliegen weg, das Spielmaterial ist hinterher völlig versandet und wenn es ganz blöd läuft, siebt man später den halben Strand auf der Suche nach vermissten Teilen durch. Nicht so mit "Strandgut", das kann man ganz entspannt mitnehmen und spielen. 70 beidseitig bedruckte Holzscheiben stecken in einem kleinen Strandbeutel. Auf den Strandgutscheiben sind Muscheln, Krabben, Asseln, Strandläufer, aber auch Felsen, Wellen oder Küstenabschnitte. Wer am Zug ist, zieht zufällig eine Scheibe aus dem Beutel. Jetzt muss man sich für eine Seite des Strandguts entscheiden und legt diese dann entweder in den eigenen Spielbereich oder in die Spielmitte, also quasi zurück ins Meer. Hat man eine Seite mit blauem Motiv gewählt, eine Muschel vielleicht, kommt diese ins Meer und man darf noch einmal in den Beutel tauchen. Hat man einen weißen Bonus gewählt, führt man die dazugehörige Aktion aus. Entscheidet man sich etwa für einen Strandläufer, sammelt dieser alle Asseln im Meer ein, nimmt sie mit an den eigenen Küstenabschnitt und schon ist die nächste Person an der Reihe. Ist der Beutel leer, stapeln alle ihre Scheiben und wer das meiste Strandgut hat, gewinnt. Wer packt das ein? Ein thematisch passendes Spiel für alle, die auch am Strand eine Dosis Taktik und Glück benötigen. Das tolle Spielmaterial ist nicht nur praktisch, sondern auch stabil. Und sollten doch mal eine oder zwei Spielscheiben im Sand verloren gehen, kann man das Spiel dennoch prima spielen. Edition Spielwiese; 1 bis 5 Spieler:innen; ab 8 Jahren; Autor: Bryan Burgoyne