Datum24.07.2026 09:25
Quellewww.zeit.de
TLDRLiberty Media zahlt 2,6 Millionen Euro Vergleich an 32.000 Fans des Grand Prix von Las Vegas 2023. Der Rennabbruch wegen eines defekten Wasserschachts führte zu einer Sammelklage. Die Veranstalter räumen keine Schuld ein, wollen aber die Angelegenheit fair lösen. Ursprünglich wurde ein Schaden von einer Milliarde Euro geltend gemacht.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „32.000 enttäuschte Fans“. Lesen Sie jetzt „Farce in Las Vegas: Millionenschwerer Vergleich mit Formel 1“. Die Farce um einen defekten Wasserschacht beim Grand Prix von Las Vegas vor knapp drei Jahren kommt der Formel 1 teuer zu stehen. Der Inhaber der kommerziellen Rechte der Motorsport-Königsklasse, Liberty Media, hat sich auf einen Vergleich in Höhe von umgerechnet rund 2,6 Millionen Euro verständigt. Das US-Unternehmen, das das Rennen im Bundesstaat Nevada auch selbst veranstaltet, will damit eine von verärgerten Zuschauern angestrengte Sammelklage beilegen, wie US-Medien übereinstimmend berichten. Von etwa 32.000 Fans ist die Rede, die ihre Ansprüche geltend machen könnten. Der kurz nach dem Rennen aufgerufene Schadenersatz lag noch bei umgerechnet etwa einer Milliarde Euro. Liberty Media und der Las Vegas Grand Prix haben im Rahmen des Vergleichs keine Schuld eingeräumt. Eine finale Anhörung ist für den 4. November vor dem US-Bezirksgericht von Nevada angesetzt, wie am Rande des Formel-1-Rennens in Ungarn bekanntgegeben wurde. "Wir freuen uns, dass diese Angelegenheit zu einer fairen Lösung für die Fans geführt hat und nun den Weg in die Zukunft ebnet", wurde der Veranstalter zitiert. Die Formel 1 wollte mit der Rückkehr nach Las Vegas vor der Glitzerkulisse auf dem weltberühmten Strip im November 2023 eine riesige Show abziehen - verpatzte aber die Premiere. Wegen der defekten Abdeckung eines Wasserschachts auf dem Asphalt war das erste Training am Donnerstag schon nach 19 Minuten abgebrochen worden. Anschließend mussten alle Abdeckungen der Wasserschächte auf der gesamten Strecke entfernt und mit Sand sowie Asphalt aufgefüllt werden. Erst mit zweieinhalb Stunden Verspätung konnten die Piloten die zweite Einheit bestreiten. Da waren die Fanzonen jedoch längst geräumt. Der Organisator begründete diese Maßnahme im Kern damals mit dem Arbeitsschutz der Angestellten und der Sorge um die öffentliche Sicherheit. Die Formel 1 hatte dann all jenen Fans, die ein mehrere Hunderte Dollar teures Ticket nur für den Auftakttag besaßen, Warengutscheine im Wert von damals umgerechnet rund 183 Euro angeboten. Dem Kläger zufolge, einer Anwaltskanzlei aus Las Vegas, wurde den verdutzten Zuschauern aber eine Rückerstattung des Eintrittspreises nicht unterbreitet. Diese Fans sollten finanziell entschädigt werden, hieß es. © dpa-infocom, dpa:260724-930-430860/1