Datum24.07.2026 09:05
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Konsumstimmung in Deutschland bleibt trotz leicht verbesserter Konjunkturerwartungen auf niedrigem Niveau. Der Konsumklima-Index fiel im August geringfügig auf -29,6 Punkte. Ursachen sind gesunkene Einkommenserwartungen, erhöhte Sparneigung und anhaltende Inflationssorgen, verstärkt durch das Auslaufen des Tankrabatts. Die Anschaffungsneigung bleibt verhalten.
InhaltDer Tankrabatt ist ausgelaufen, die Menschen in Deutschland sorgen sich vor der Inflation. Das Konsumklima verschlechtert sich deswegen leicht. Die Konsumstimmung in Deutschland bleibt auf einem niedrigen Niveau. Der Konsumklima-Index für August sank leicht um 0,3 Zähler auf minus 29,6 Punkte, wie die Forscher der Gesellschaft für Konsumforschung und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) mitteilten. Der geringfügige Rückgang liegt demnach vor allem an niedrigeren Einkommenserwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher sowie einer höheren Sparneigung. Zwar legte die Anschaffungsneigung den Angaben nach leicht zu – aber auch dieser Indikator blieb auf niedrigem Niveau. "Die anhaltende Verunsicherung führt dazu, dass viele Haushalte beim Konsum nach wie vor zurückhaltend bleiben", sagte Rolf Bürkl vom NIM. Auch die Inflationssorgen hätten zuletzt wieder etwas zugenommen. "Mit dem Auslaufen des Tankrabatts Ende Juni sind die Preise an den Zapfsäulen spürbar gestiegen, was sich in den Preiserwartungen der Verbraucher widerspiegelt", heißt es in der Mitteilung. Was die wirtschaftliche Entwicklung angeht, sind die Verbraucherinnen und Verbraucher laut Index etwas weniger pessimistisch. Die Konjunkturerwartungen verbesserten sich entsprechend zum dritten Mal in Folge. Dennoch rechne die Mehrheit der Menschen mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in den kommenden zwölf Monaten. Das Konsumklima gilt als wichtiger Indikator für das Konsumverhalten, das wiederum eine wichtige Säule der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland ist. GfK und NIM führen dafür monatlich Interviews mit Verbraucherinnen und Verbrauchern. Für die aktuelle Erhebung wurden vom 2. bis zum 13. Juli etwa 2.000 Menschen befragt.