Südchinesisches Meer: Philippinen werfen China weitere Attacke auf Schiffe vor

Datum24.07.2026 07:40

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Spannungen im Südchinesischen Meer verschärfen sich, da die Philippinen China erneut Aggressionen vorwerfen. Die philippinische Küstenwache berichtete von einem Einsatz von Wasserwerfern und gefährlichen Manövern chinesischer Schiffe am umstrittenen Scarborough-Riff. Dies markiert die dritte Konfrontation dieser Woche. Die Philippinen bezeichnen das Riff als ihr Territorium, während China seinerseits "rechtskonforme Kontrollmaßnahmen" gegen philippinische Schiffe wegen deren angeblich illegalen Anwesenheit angibt.

InhaltChina und die Philippinen beanspruchen das Scarborough-Riff südlich von Taiwan für sich. Die philippinische Küstenwache hat erneut den Einsatz von Wasserwerfern beklagt. Die Spannungen zwischen China und den Philippinen im Südchinesischen Meer nehmen zu. Die philippinische Küstenwache beschuldigte China, am zweiten Tag in Folge Wasserwerfer gegen Regierungsschiffe in der Nähe des umstrittenen Scarborough-Riffs eingesetzt und gefährliche Manöver ausgeführt zu haben. Dies war die dritte Konfrontation zwischen den beiden Ländern im Südchinesischen Meer in dieser Woche. Die philippinische Küstenwache verurteilte "das gefährliche und unprofessionelle Vorgehen der chinesischen Küstenwache". Nach philippinischen Angaben sind Schiffe der Küstenwache direkt von Wasserwerfern getroffen worden, zwei weitere seien so bedrängt worden, dass Zusammenstöße gedroht hätten. Verletzte habe es nicht gegeben. Die Behörde veröffentlichte zudem Videos, die den Vorfall zeigen sollen. Das Scarborough-Riff rund 220 Kilometer westlich der philippinischen Hauptinsel Luzon sei "integraler Bestandteil des philippinischen Territoriums", hieß es von Seiten der Philippinen. China beansprucht dieses Gebiet ebenfalls für sich. Die chinesische Küstenwache teilte mit, rechtskonform "Kontrollmaßnahmen" gegen philippinische Schiffe durchgeführt zu haben, die sich "illegal" in den Gewässern befunden hätten.