Unternehmenskrise: Das sagt das Land zur drohenden Varta-Zerschlagung

Datum24.07.2026 04:00

Quellewww.zeit.de

TLDRBaden-Württembergs Wirtschaftsminister Nicole Hoffmeister-Kraut setzt sich angesichts der drohenden Zerschlagung des Batterieherstellers Varta für den Erhalt von Arbeitsplätzen und industrieller Wertschöpfung ein. Eine Gläubigergruppe plant die Ausgliederung des Haushaltsbatteriegeschäfts, da sie keine finanzierbare Lösung für den gesamten Konzern sieht. Dies wird als schlechte Nachricht für Beschäftigte und den Industriestandort gewertet. Varta, das auch Mikrobatterien und Energiespeicher produziert, beschäftigt rund 3.260 Mitarbeiter.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Unternehmenskrise“. Lesen Sie jetzt „Das sagt das Land zur drohenden Varta-Zerschlagung“. Nachdem wichtige Geldgeber planen, den Batteriehersteller Varta zu zerschlagen, will sich das Land weiter für den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze einsetzen. "Ich habe in den vergangenen Tagen und Wochen intensive Gespräche mit allen Beteiligten geführt und werde dies weiterhin tun", teilte Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) auf Anfrage mit. Ziel sei es, "möglichst viel industrielle Wertschöpfung, technologisches Know-how und möglichst viele Arbeitsplätze in Baden-Württemberg zu erhalten." Die Entscheidung über die Zukunft des Unternehmens liege letztlich bei Eigentümern, Investoren und Gläubigern. Die drohende Zerschlagung sei keine gute Nachricht - "weder für die Beschäftigten noch für den Industriestandort Baden-Württemberg".  Die sogenannte Ad-hoc-Gläubigergruppe um die Deutsche Bank und die Finanzinvestoren RBC BlueBay, Blantyre und Whitebox hatte angekündigt, das Geschäft mit den bekannten Haushaltsbatterien aus dem Varta-Konzern ausgliedern zu wollen. Für die übrigen Unternehmensbereiche könnte damit ein weiterer Sanierungsschritt notwendig werden.  Die Gläubiger begründen ihren Schritt mit der angespannten Finanzlage des Unternehmens. Nach ihren Angaben sieht die Gruppe derzeit keine finanzierbare Lösung für den gesamten Konzern. Varta selbst hat sich dazu bislang nicht geäußert. Der Batteriehersteller mit Stammsitz in Ellwangen beschäftigt nach eigenen Angaben rund 3.260 Menschen. Er produziert neben den bekannten Haushaltsbatterien unter anderem Mikrobatterien für Hörgeräte sowie Energiespeicher. © dpa-infocom, dpa:260724-930-429874/1