Datum24.07.2026 02:51
Quellewww.spiegel.de
TLDRUS-Präsident Trump fordert, dass Iran Schäden an Schiffen in der Straße von Hormus mit kontrollierten iranischen Geldern begleicht. Dies geschieht inmitten einer Eskalation des Konflikts, bei der das US-Militär seit 13 Nächten Ziele im Iran angreift, um Schiffsattacken zu verhindern. Kuwait meldet ebenfalls, iranische Raketen und Drohnen abgewehrt zu haben. Golfstaaten verurteilen iranische Angriffe auf zivile Infrastruktur.
InhaltWenn ein Schiff in der Straße von Hormus beschädigt wird, soll Iran laut Donald Trump dafür bezahlen. Die USA starten eine weitere Angriffswelle – in der 13. Nacht in Folge. Und: Auch Kuwait meldet neue Attacken. Inmitten des Streits um die Straße von Hormus will US-Präsident Donald Trump Iran für Schäden an Schiffen und Frachtgut zur Rechenschaft ziehen. Jegliche Schäden dieser Art würden ab sofort mit iranischem Geld beglichen, das von den USA kontrolliert werde, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social . Damit bezog er sich offensichtlich auf eingefrorene iranische Vermögenswerte, allerdings blieb unklar, wie genau Trump das Vorgehen rechtlich begründen will. Der US-Präsident sprach von einer "fairen und gerechten Vorgehensweise", selbst wenn die Entschädigungen erheblich sein könnten. Lesen Sie hier: Trump will Iran mit Gewalt zwingen. Es spricht viel dafür, dass er scheitert Der Irankrieg war Anfang des Monats erneut eskaliert, nachdem Irans Streitkräfte Handelsschiffe in der Straße von Hormus beschossen hatten. Trump nannte die für den globalen Ölhandel wichtige Meerenge in seinem Post nun nicht explizit. Seit Tagen greift das US-Militär aber immer wieder Ziele in Iran an mit der erklärten Absicht, Iran an weiteren Attacken auf Handelsschiffe und Seeleute zu hindern. Auch in dieser Nacht, der 13. in Folge, startete eine neu Angriffswelle. Sie begann um 18.45 Uhr US-Ostküstenzeit (2.15 Ortszeit in Iran), wie das für die Region zuständige US-Kommando Centcom via X mitteilte . Die Streitkräfte in Kuwait wehren nach eigenen Angaben erneut Raketen und Drohnen aus Iran ab. Etwaige Explosionsgeräusche seien darauf zurückzuführen, dass diese abgefangen werden, hieß es in einer Mitteilung auf X. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, Sicherheits- und Schutzanweisungen zu befolgen. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die den Revolutionswächter nahesteht, meldete, Ziel sei ein Militärstützpunkt gewesen, der auch von der US-Luftwaffe genutzt werde. Die Angaben ließen sich nicht überprüfen. Kuwait gehört zu den Staaten am Golf, die zuletzt besonders von iranischen Gegenangriffen betroffen waren, wie die Länder des sogenannten Golfkooperationsrats und Jordanien am Donnerstag in einer gemeinsamen Mitteilung feststellten. Die sieben Länder verurteilten die iranischen Angriffe, die sich auch gegen Bürger und zivile Infrastruktur wie Wasserentsalzungsanlagen oder Flughäfen richteten. Der Golfkooperationsrat besteht aus Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Iran hat die Straße von Hormus erneut geschlossen. Viele Golfstaaten arbeiten deshalb an Alternativrouten. Wird die Erpressung der Ajatollahs bald wirkungslos?