Datum23.07.2026 21:59
Quellewww.zeit.de
TLDRDie USA kritisieren die 890-Millionen-Euro-Strafe der EU gegen Google scharf. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer bezeichnet die Sanktionen als Quelle für Handelsunsicherheit und widersprüchlich zur EU-Rhetorik der Verlässlichkeit. Die EU-Kommission begründet die Strafe auf Basis des Digital Markets Act (DMA) damit, dass Google eigene Dienste bevorzugt und Drittanbietern den Zugang zu Nutzern erschwert hat. Google plant, die Entscheidung anzufechten.
InhaltDer US-Handelsbeauftragte Greer missbilligt die Geldstrafe der EU. Die Google-Mutter Alphabet soll laut Urteil der Europäischen Kommission 890 Millionen Euro bezahlen. Die US-Regierung hat die neue Milliardenstrafe der EU gegen Google als Quelle für Handelsunsicherheit kritisiert. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer sagte laut einer Mitteilung, die EU behaupte zwar oft, sie strebe nach Stabilität und Vorhersehbarkeit in den Handelsbeziehungen. Die Maßnahmen würden aber massive Unsicherheiten für US-Exporte von Waren und Dienstleistungen nach Europa schaffen. Die EU-Kommission hatte eine Strafe von insgesamt 890 Millionen Euro gegen die Google-Mutter Alphabet verhängt. Es ist die erste Geldstrafe gegen den Konzern auf Basis des Gesetzes über digitale Märkte (Digital Markets Act, DMA). Die Behörden begründen die Strafe damit, dass Google eigene Dienste in der Internetsuche bevorzugt angezeige. Zudem habe der Konzern es Drittanbietern von Apps für das Smartphone-Betriebssystem Android erschwert, Nutzer auf alternative App-Stores und eigene Bezahlseiten hinzuweisen. Google kritisierte die Entscheidung und schloss eine Klage nicht aus.