USA: Demokraten setzen Zeichen gegen Trumps Iran-Kurs, der US-Präsident droht mit Eskalation

Datum23.07.2026 20:35

Quellewww.spiegel.de

TLDRDas US-Repräsentantenhaus hat erneut eine Resolution gegen den Iran-Krieg verabschiedet. US-Präsident Trump droht Teheran mit einer "massiven Attacke", falls die Angriffe auf US-Ziele andauern. Die USA und der Iran haben sich auf keine Waffenruhe mehr geeinigt, was zu weiteren Eskalationen und Truppenabzügen Großbritanniens aus dem Iran führte. Demokraten versuchen, Trumps aggressive Politik einzudämmen.

InhaltErneut spricht sich das US-Repräsentantenhaus mit einer Resolution gegen den Irankrieg aus. Der symbolische Widerstand beeindruckt Donald Trump jedoch nicht, in einem Interview droht er Teheran mit einer "massiven Attacke". US-Präsident Donald Trump hat in einem Interview mit einer Wiederaufnahme größerer Kampfeinsätze gedroht. "Es hat ihnen noch nicht genug wehgetan", wird Trump vom US-Portal Axios zitiert . Die neuen Angriffe könnten umfangreicher sein als bisher, eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Zuletzt war der Krieg mit immer neuen Angriffen wieder eskaliert. Die USA haben in den vergangenen zwölf Nächten Ziele in Iran angegriffen, Teheran antwortete mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Region, die Huthi-Miliz meldete Attacken auf zwei Öltanker. Im Angesicht der neuen Eskalation hat Großbritannien die noch verbliebenen diplomatischen Mitarbeiter aus dem Iran abgezogen. "Unsere Botschaft arbeitet weiter aus der Ferne", teilte das britische Außenministerium mit. Großbritannien hatte wie andere EU-Staaten, Australien und Neuseeland bereits im Juni einen Teil seiner Botschaftsmitarbeiter aus dem Iran abgezogen. In den Vereinigten Staaten hat das US-Repräsentantenhaus als Reaktion auf die anhaltenden Angriffe erneut eine Resolution verabschiedet, in der ein Ende des Militäreinsatzes gefordert wird. Der Beschluss hat keine unmittelbare Konsequenz, in den vergangenen Monaten hatten die Demokraten immer wieder versucht, Trump so Grenzen zu setzen. Vor den Zwischenwahlen zum Kongress wollen sie den politischen Druck auf den republikanischen US-Präsidenten erhöhen. Die aktuelle Resolution wurde mit 214 Ja-Stimmen verabschiedet, 208 Abgeordnete stimmten dagegen. Im US-Senat wurde eine ähnliche Resolution mit 49 Nein-Stimmen und 47 Ja-Stimmen abgelehnt. Im April hatten sich Washington und Teheran auf eine Waffenruhe geeinigt. Trump erklärte sie nach zahlreichen Verstößen jedoch für beendet. Auch Teheran fühlt sich nicht mehr an das vereinbarte Rahmenabkommen gebunden. Der Irankrieg eskaliert wieder – da billigen die USA ein Nuklearabkommen mit Saudi-Arabien. Das Königreich ist der Erzfeind der Ajatollahs und kann jubeln. Israel war zumindest offiziell nicht eingebunden. Mehr über Trumps Deal mit Kronprinz bin Salman lesen Sie hier.