Datum23.07.2026 17:37
Quellewww.zeit.de
TLDRRichard Carapaz gewann die 18. Etappe der Tour de France, während Tadej Pogacars Team von Krankheiten geplagt wurde, wobei Brandon McNulty das Rennen aufgab. Pogacar verteidigte seine Gesamtführung trotz angeschlagener Teamkollegen und peilt seinen fünften Gesamtsieg an. Die Alpenetappen stehen bevor, darunter die anspruchsvolle Königsdisziplin nach Alpe d'Huez.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Radsport“. Lesen Sie jetzt „Carapaz gewinnt 18. Tour-Etappe - Pogacar-Team angeschlagen“. Auch Tadej Pogacar muss es mal etwas ruhiger angehen lassen. Der Superstar und sein gesundheitlich angeschlagenes Team sparten sich vor den nächsten harten Alpen-Tagen der Tour de France etwas Kräfte - mehrere Teamkollegen konnten den 27-Jährigen nicht unterstützen. Brandon McNulty gab das Rennen sogar entkräftet auf. Bei der Bergankunft in Orciéres-Merlette kam der slowenische Ausnahmefahrer als 13. ins Ziel nach dem Tagessieg des Ecuadorianers Richard Carapaz, der als Ausreißer auf der 18. Etappe vier Kilometer aus einer Gruppe heraus vor dem Ziel attackiert hatte. Nach 185,2 Kilometern mit Start in Voiron wurde der Schweizer Mauro Schmid Zweiter, der US-Amerikaner Matteo Jorgenson Dritter. Tour-Dominator Pogacar musste seinen seinem insgesamt 26. Tour-Tagessieg vertagen. 2020 wurde er Zweiter in Orcières-Merlette hinter seinem Landsmann Primoz Roglic, der aktuell nicht bei der Tour dabei ist. In der Gesamtwertung bestimmt Pogacar weiter das Geschehen. Wenn er gesund bleibt, winkt ihm der fünfte Tour-Gesamtsieg am Sonntag in Paris. Der Slowene steht weiter mit komfortablen 4:32 Minuten vor dem Belgier Remco Evenepoel auf Platz eins. Dritter ist der Mexikaner Isaac del Toro - Teamkollege von Pogacar - mit einem Abstand von 6:51 Minuten. Im Team von Pogacar scheint eine Erkrankung zu zirkulieren. Nachdem am Vortag Magenprobleme Adam Yates etwas ausgebremst hatten, zeigten einige Kollegen Leistungsprobleme auf der 18. Etappe. Teammitglied McNulty konnte dann irgendwann nicht mehr folgen und stieg vom Rad. "Er war 50 Kilometer alleine", wurde über das Team-Radio durchgesagt. Felix Engelhardt präsentierte sich in seinem deutschen Meistertrikot wieder einmal in einer Spitzengruppe. Die Profis konnten erst lange keinen deutlichen Abstand zum Hauptfeld herstellen, ehe sich die Zahl der Minuten immer weiter erhöhte - und alles auf einen Ausreißer-Sieg hindeutete. Später fiel Engelhardt dann aber zurück. Die insgesamt 3.900 Höhenmeter auf 185 Kilometern waren ein dickes Brett zum Alpen-Auftakt, der am Samstag in der heftigen Gebirgshatz nach Alpe d'Huez gipfelt. Bei der Königsetappe der diesjährigen Tour warten 5.650 Höhenmeter auf die Profis. Samt ganzen drei Anstiegen der höchsten Kategorie. Am Freitag steht die erste von zwei Etappen ins Radsport-Mekka an. Nach vier Jahren geht es wieder hinauf zur legendären Skistation von Alpe d'Huez. Allerdings ist sie noch deutlich einfacher als die Königsetappe. Über 127,9 Kilometer geht es von Gap in den Wintersportort. Die Rundfahrt endet am Sonntag in Paris. © dpa-infocom, dpa:260723-930-428523/2