Datum23.07.2026 17:16
Quellewww.zeit.de
TLDRSaudi-Arabien hat ein Atomabkommen mit den USA unterzeichnet, das US-Firmen die Lieferung von Nukleartechnologie erlaubt. Kritiker befürchten ein atomares Wettrüsten im Nahen Osten, da Saudi-Arabien ein Rivale des Iran ist. Die EU verhängte zudem eine 890-Millionen-Euro-Strafe gegen Google wegen Verstößen gegen Wettbewerbsregeln.
InhaltDie USA haben mit Saudi-Arabien ein Atomabkommen geschlossen. Was bedeutet das für die Spannungen im Nahen Osten? Und: EU verhängt 890 Millionen Euro Strafe gegen Google. Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat ein Atomabkommen mit Saudi-Arabien unterzeichnet. Es ermöglicht US-Unternehmen, Nukleartechnologie für den Aufbau eines saudischen Atomenergieprogramms zu liefern. Nach ersten Angaben sah das Abkommen nur wenige Einschränkungen vor, unter anderem waren zunächst keine zusätzlichen Kontrollen durch die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) vorgesehen. Später stellte Trump zusätzliche Bedingungen in Aussicht. Demnach soll Saudi-Arabien dem sogenannten Abraham-Abkommen beitreten und die Beziehungen zu Israel normalisieren. Das Abkommen sorgt international für Kritik, da Saudi-Arabien und der Iran regionale Rivalen sind und der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman in der Vergangenheit erklärt hatte, sein Land werde ebenfalls nach Atomwaffen streben, sollte der Iran solche entwickeln. Befürchtet wird daher ein neues Wettrüsten im Nahen Osten. Was genau in dem Vertrag steht und was er für die Region bedeutet, erklärt ZEIT-Redakteurin Lea Frehse. Die EU-Kommission hat eine Strafe von 890 Millionen Euro gegen Google verhängt. Der US-Konzern soll mit seiner Suchmaschine und dem App-Marktplatz Google Play gegen europäische Wettbewerbsregeln verstoßen haben. Konkret wirft die EU Google vor, eigene Dienste wie etwa Sportergebnisse oder die Hotelsuche in den Suchergebnissen bevorzugt darzustellen und Konkurrenten dadurch zu benachteiligen. Außerdem soll Google App-Entwickler daran gehindert haben, Nutzer auf günstigere Angebote außerhalb des Play Stores hinzuweisen. EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera erklärte, die besten Produkte sollten sich durchsetzen, weil sie besser seien, und nicht, weil sie dem Unternehmen gehörten, das die Suchmaschine betreibe. Neben der Geldstrafe muss Google seine Dienste anpassen. Außerdem im Update: Norwegens Fußballverband will im Fall des US-Nationalspielers Folarin Balogun eine Beschwerde bei der Fifa einreichen. Hintergrund ist die aufgehobene Rotsperre des Stürmers während der Fußball-WM. Balogun durfte trotz einer Roten Karte im Achtelfinale gegen Belgien antreten. Norwegens Verbandspräsidentin Lise Klaveness vermutet, dass US-Präsident Donald Trump und Fifa-Präsident Gianni Infantino die Entscheidung beeinflusst haben könnten. Und sonst so: Ein Dorf zum Preis einer Stadtwohnung Moderation und Produktion: Mounia Meiborg Redaktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.