Datum23.07.2026 16:23
Quellewww.zeit.de
TLDRDIW-Präsident Marcel Fratzscher warnt eindringlich vor einem Ende der "Brandmauer" zur AfD. Er argumentiert, dass solche Gespräche der AfD Legitimität verschaffen und ihr letztlich nur nutzen würden, da ihre Politik laut Fratzscher gerade die Wähler der AfD am stärksten negativ treffen würde. Damit widerspricht er sächsischen Ministerpräsident Michael Kretschmer, der für Gespräche mit allen Parteien plädiert.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „DIW-Präsident“. Lesen Sie jetzt „Fratzscher warnt vor Ende der Brandmauer zur AfD“. Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat vor einem Ende der sogenannten Brandmauer zur AfD gewarnt. "Ein Einreißen der Brandmauer gegenüber der AfD hilft niemandem außer der AfD selbst, weil es ihr in den Augen mancher zusätzliche Legitimität verschafft", sagte Fratzscher dem "Handelsblatt". Er widersprach damit dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU), der gefordert hatte, mit allen Parteien zu reden. "Wer noch über Brandmauern redet, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt", sagte Kretschmer dem "Handelsblatt". Fratzscher sieht in Gesprächen anderer Parteien mit der AfD hingegen keinen Nutzen. Der Ökonom kritisierte insbesondere die Wirtschafts- und Sozialpolitik der Partei. "Wir erleben ein zunehmend starkes AfD-Paradox: Wählerinnen und Wähler der AfD sowie Regionen mit einem hohen AfD-Anteil würden unter einer AfD-Politik deutlich stärker leiden als andere", so Fratzscher. © dpa-infocom, dpa:260723-930-428074/1