Baukonjunktur: Nach Flaute nun kräftiges Auftragsplus für Baufirmen

Datum23.07.2026 14:23

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Thüringer Bauwirtschaft verzeichnet einen kräftigen Auftragszuwachs. Von Januar bis Mai gingen Aufträge im Wert von einer Milliarde Euro ein, ein Plus von fast 26 Prozent. Insbesondere der öffentliche Bau und Straßenbau profitierten. Trotzdem ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Staatliche Investitionsprogramme sollen die Konjunktur weiter ankurbeln.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Baukonjunktur“. Lesen Sie jetzt „Nach Flaute nun kräftiges Auftragsplus für Baufirmen“. Bei der lange kriselnden Thüringer Bauwirtschaft füllen sich die Auftragsbücher wieder. In den ersten fünf Monaten des Jahres gingen bei den Betrieben im Bauhauptgewerbe Aufträge mit einem Volumen von einer Milliarde Euro ein. Damit wurde das Niveau beim Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 211 Millionen Euro übertroffen, berichtete das Statistische Landesamt in Erfurt. Das war ein kräftiger Sprung von fast 26 Prozent.  In Teilen der Thüringer Wirtschaft besteht die Erwartung, dass die staatlichen Investitionsprogramme von Bund und Land mittelfristig für mehr Aufträge sorgen - auch in der Bauwirtschaft.  Nach den Zahlen des Landesamtes liegt das nahe: Vor allem die Auftragslage im öffentlichen Bau sowie im Straßenbau verbesserte sich deutlich um 28 Prozent oder 120 Millionen Euro im Vergleich zu den ersten fünf Monaten 2025. Damit deutet sich eine Verbesserung der Lage im Bauhauptgewerbe an, das in den vergangenen Jahren vor allem unter einer Auftragsflaute im Wohnungsbau litt. Noch ist die Lage allerdings angespannt.  Der Umsatz lag bis Ende Mai bei rund 806 Millionen Euro - 3,1 Prozent unter dem Umsatz im Vorjahreszeitraum. Erfasst wurden dabei Betriebe mit mindestens 20 Beschäftigten. Im regionalen Vergleich war die Landeshautstadt Erfurt gemessen am Umsatz die Region mit den meisten Bauprojekten, gefolgt vom Weimarer Land, dem Landkreis Nordhausen, dem Wartburgkreis und dem Eichsfeld. Im Thüringer Bauhauptgewerbe sind knapp 14.000 Arbeitnehmer beschäftigt.  Thüringen hat nach Angaben der Landesregierung so viel Geld für Investitionen im aktuellen Doppelhaushalt vorgesehen wie seit langem nicht. Auch dank der Zahlungen aus dem Sondervermögen des Bundes stehen laut Finanzministerium allein in diesem Jahr rund 2,37 Milliarden Euro für Investitionen zur Verfügung. Mit dem Geld soll der Investitionsstau verkleinert werden, der sich in der Vergangenheit aufgebaut hat. © dpa-infocom, dpa:260723-930-427148/1