Hochwasserschutz: Neue Deiche und Flussschlingen an der Weißen Elster

Datum23.07.2026 11:56

Quellewww.zeit.de

TLDRThüringen investiert 34 Millionen Euro aus EU-Mitteln in den Hochwasserschutz für Caaschwitz an der Weißen Elster. Nach dem verheerenden Hochwasser von 2013 werden 1,7 km neue Deiche und ein neues Pumpwerk errichtet. Dieser Schutz soll Jahrzehnte währen. Außerdem werden Flussschlingen (Mäander) angelegt und Böschungen renaturiert, um den Flusslauf natürlicher und langsamer zu gestalten. Die Bauarbeiten sollen bis Ende des Jahres weitgehend abgeschlossen sein, die Renaturierung bis 2030.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Hochwasserschutz“. Lesen Sie jetzt „Neue Deiche und Flussschlingen an der Weißen Elster“. Eines der größten Hochwasserschutzprojekte Thüringens geht in seine letzte Etappe: Neue Deiche auf rund 1,7 Kilometern und ein neues Hochwasser- und Abwasserpumpwerk sollen den Ort Caaschwitz (Landkreis Greiz) künftig vor den Fluten der Weißen Elster schützen. Bis zum Jahresende sollen die Arbeiten weitgehend abgeschlossen sein, wie das Thüringer Umweltministerium bei einem Vor-Ort-Besuch von Ressortchef Tilo Kummer (BSW) mitteilte. Danach folgen noch Renaturierungsmaßnahmen, die dem Fluss mehr natürlichen Raum geben sollen. Investiert werden nach Ministeriumsangaben rund 34 Millionen Euro aus EU-Mitteln. Der zwischen Gera und Bad Köstritz gelegene Ort Caaschwitz war vom großen Hochwasser 2013 heftig getroffen worden, ebenso wie andere Orte entlang der Weißen Elster. Damals habe der Hochwasserschutz an dem Fluss komplett versagt, so das Ministerium. Mit den jetzt errichteten Anlagen werde der Schutz vor Überflutungen für Jahrzehnte gewährleistet. "Das Hochwasser von 2013 hat vielen Menschen in Caaschwitz eindrücklich vor Augen geführt, wie verletzlich unsere Orte bei Extremereignissen sind", sagte Kummer. Bei der Renaturierung sollen anstelle des begradigten Flusslaufs Mäander angelegt werden - Flussschlingen, die den Lauf verlängern und bei Hochwasser bremsend wirken sollen. Damit sich das Flussbett wieder auf natürliche Weise ausbilden könne, werde außerdem ein Teil der vorhandenen Böschungssicherung entfernt. Die Arbeiten zur Renaturierung sollen bis 2030 beendet sein. © dpa-infocom, dpa:260723-930-426076/1