Datum23.07.2026 11:12
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Ifo-Institut prognostiziert für 2026 einen Rückgang der Wohnungsfertigstellungen in Deutschland auf 185.000 Einheiten, nachdem bereits 2023 ein Tiefstand erreicht wurde. Ursachen sind der Ukraine-Krieg, steigende Inflation und hohe Bürokratiekosten. Zwar wird für 2027 ein leichter Anstieg auf 195.000 Wohnungen erwartet, jedoch bleibt das Niveau voraussichtlich unter dem von 2024. Die verlängerten Genehmigungs- und Fertigungszeiten, die sich auf 27 Monate ausgeweitet haben, tragen zur langsamen Erholung bei.
InhaltDie Anzahl der fertiggestellten Wohneinheiten soll dieses Jahr laut einer Prognose erneut sinken. Ein Grund ist laut Forschern der Irankrieg – und Bürokratie. Das Ifo-Institut rechnet in diesem Jahr mit einem erneuten Rückgang im deutschen Wohnungsbau. Zu erwarten seien 185.000 Wohnungsfertigstellungen, teilte es auf Grundlage einer Prognose der europäischen Forschergruppe Euroconstruct mit. Im vergangenen Jahr waren laut Statistischem Bundesamt 206.600 Wohnungen fertiggestellt worden – so wenig wie seit 2012 nicht mehr. "Die Aussichten für den Wohnungsbau in Deutschland hatten sich bis zum Februar zwar etwas aufgehellt", sagte Ifo-Branchenexperte Ludwig Dorffmeister. "Der Irankrieg und die anziehende Bauinflation dürften den Projektentwicklern und Häuslebauern das Leben aber wieder erschweren." Für das Jahr 2027 erwarten die Forschenden einen leichten Anstieg der Zahlen: Dann sollen 195.000 Wohneinheiten fertiggestellt werden. 2028 dürfte die Anzahl der Fertigstellungen mit 210.000 Einheiten den Wert von 2025 "erstmals wieder leicht überschreiten". Dennoch werde das Niveau etwa 17 Prozent unter jenem von 2024 bleiben. "Zu den Gründen für die sehr langsame Erholung zählt auch die lange Zeitspanne zwischen Genehmigung und Fertigstellung, die sich seit Beginn dieses Jahrzehnts um etwa ein halbes Jahr auf 27 Monate vergrößert hat", sagte Dorffmeister. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.