Datum23.07.2026 10:44
Quellewww.spiegel.de
TLDRDer neue britische Premier Andy Burnham kündigt eine 20-prozentige Senkung der Gewerbesteuer für Pubs, Clubs und Livemusik-Spielstätten in England an, gültig ab April. Dies soll rund 32.000 Unternehmen zugutekommen und laut Regierungskreisen etwa 1100 Pfund pro Pub und Jahr einsparen. Die Maßnahme, die den Staat rund 100 Millionen Pfund kosten wird, ist Teil von Burnhams Agenda zur Senkung der Lebenshaltungskosten, die auch eine Streichung der Mehrwertsteuer auf private Energierechnungen und eine Preisgrenze für Bustickets umfasst.
InhaltDie britische Labour-Partei kann neue Hoffnung gut gebrauchen, das Land auch. Nun kündigt der neue Premier an, für Kneipen und Konzertorte in England die Kosten senken zu wollen. Das kostet viel. Großbritanniens neuer Premierminister Andy Burnham will für Pubs, Clubs und Veranstaltungsorte für Livemusik die Kosten senken. Dafür kündigte seine Regierung eine 20-prozentige Reduzierung der Gewerbesteuer in diesem Bereich an. Sie soll ab kommendem April in England gelten. Von der Maßnahme werden der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge rund 32.000 Unternehmen im größten britischen Landesteil profitieren, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Schätzungen der Regierung. Ein durchschnittliches Pub werde dadurch etwa 1100 Pfund pro Jahr (rund 1290 Euro) im Jahr einsparen können. Die Kosten für den Fiskus belaufen sich demnach auf rund 100 Millionen Pfund (rund 117 Mio. Euro) im Jahr. Pubs und Einkaufsmeilen seien "das pulsierende Herz unserer Gemeinschaften" sagte Burnham einer Mitteilung zufolge. Er habe versprochen, sie zu schützen und "das ist, was ich tun werde". Er fügte hinzu: "Was wir heute ankündigen, ist nur der Anfang in dem Unterfangen, dem ganzen Land Hoffnung zurückzugeben." Burnham wurde erst am Montag von König Charles III. zum neuen Premierminister ernannt. Seitdem hat er eine ganze Reihe von Erleichterungen für die Menschen in seinem Land angekündigt. Dazu gehören auch eine Abschaffung der Mehrwertsteuer auf die Energierechnungen von Privathaushalten und eine Preisobergrenze für Bustickets in England. Mit seiner Agenda zur Senkung der Lebenshaltungskosten will der neue Regierungschef Boden gut machen. Er war nach einem Machtkampf innerhalb der Labour-Partei ins Amt gekommen. Die britischen Sozialdemokraten hatten unter Burnhams Vorgänger Keir Starmer mit großer Mehrheit die letzten Wahlen gewonnen, seitdem aber dramatisch an Zustimmung eingebüßt. Burnham hatte zuvor bereits angekündigt, die Mehrwertsteuer auf Stromrechnungen von Privathaushalten zu streichen. Die Maßnahme soll am 1. Oktober in Kraft treten, wie die Regierung am Dienstag mitteilte.