Starkregen: Bisher 72 Tote in diesjähriger Monsunzeit in Pakistan

Datum23.07.2026 10:39

Quellewww.zeit.de

TLDRDie diesjährige Monsunzeit hat in Pakistan 72 Todesopfer, darunter 30 Kinder, gefordert. Schwere Regenfälle verursachten Überschwemmungen und Erdrutsche, insbesondere in den Provinzen Punjab und Khyber Pakhtunkhwa. Auch Afghanistan ist betroffen, mit mindestens 23 Toten. Die Ereignisse verdeutlichen die Anfälligkeit der Region für Extremwetter, verschärft durch den Klimawandel und unzureichende Infrastruktur.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Starkregen“. Lesen Sie jetzt „Bisher 72 Tote in diesjähriger Monsunzeit in Pakistan“. Infolge schwerer Monsunregenfälle sind in Pakistan seit Ende Juni nach offiziellen Angaben bereits 72 Menschen zu Tode gekommen. Darunter seien 30 Kinder, insgesamt 187 Menschen seien zudem verletzt worden, meldete der pakistanische Katastrophenschutz. Insbesondere die Provinz Punjab, durch die wichtige Flüsse wie der Indus fließen, und die Region Khyber Pakhtunkhwa im Westen des Landes seien betroffen. In der Monsunzeit in den Sommermonaten kommt es vorübergehend zu besonders heftigen Regenfällen. In den vergangenen Tagen hatte neuerlicher Starkregen eingesetzt, infolgedessen es auch im Nachbarland Afghanistan zu schweren Sturzfluten mit Toten kam. Bis Dienstag sind dort nach Angaben des afghanischen Katastrophenschutzes mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen, Dutzende gelten zudem als vermisst. Die Zeitung "Dawn" berichtete nun von einer vierköpfigen Familie, die in Waziristan im Westen Pakistans beim Einsturz ihres Hauses ums Leben kam. Demnach wurde auch Vieh in den Wassermassen weggespült, Straßen wurden von Erdrutschen versperrt. Die Wasserstände in einigen Flüssen im Land nähmen weiterhin zu, berichtete die Zeitung. Pakistan und Afghanistan zählen zu den Staaten, die schon heute stark von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Finanzmittel in den Ländern reichen im Kampf gegen die Auswirkungen von Extremwetterereignissen häufig nicht aus. So fehlt es etwa an Dämmen und Baumaßnahmen werden häufig von neuen Fluten zerstört. © dpa-infocom, dpa:260723-930-425539/1