Datum23.07.2026 10:11
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Klimawandel verstärkt die Bodentrockenheit in Europa durch zunehmende Hitze, was zu erhöhter Verdunstung führt. Studien zeigen, dass Dürren wie in Osteuropa elfmal wahrscheinlicher sind als vor der Industrialisierung. Auch in Westeuropa sind Bodendürren fünfmal häufiger. Der atmosphärische Wandel erhöht die Wahrscheinlichkeit und Intensität von Trockenperioden, selbst bei ausreichendem Winterregen.
InhaltInfolge des Klimawandels nehmen Hitze und Trockenheit in Europa dramatisch zu. In Osteuropa sind Dürren heute elfmal wahrscheinlicher als vor der Industrialisierung. Die anhaltende Hitze und Trockenheit der vergangenen Monate haben einer Studie zufolge die Dürre in Europa weiter verstärkt. Demnach handelt es sich dabei um eine Folge des Klimawandels. Ausschlaggebend für die Dürre ist nicht allein der Niederschlagsmangel, sondern insbesondere die durch Hitze dramatisch gestiegene Verdunstung, heißt es in den Forschungsergebnissen der World Weather Attribution (WWA). Beteiligt an der Studie waren auch Forschende des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Trotz höherer Niederschläge im Winter sei inzwischen in weiten Teilen Europas bereits im Frühjahr eine "verstärkte Tendenz zu ungewöhnlicher Austrocknung der Böden" zu beobachten, sagte Dominik Schumacher vom Institut für Atmosphären- und Klimawissenschaften der ETH Zürich. Wie die Studie aufzeigt, sind landwirtschaftliche Bodendürren in Westeuropa heute etwa fünfmal wahrscheinlicher als vor der Industrialisierung. In Osteuropa sind sie demnach sogar etwa elfmal wahrscheinlicher geworden. In beiden Untersuchungsregionen habe der Klimawandel das Ausmaß der beobachteten Dürre erhöht, schreiben die Forscherinnen und Forscher. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.